Warum deine Einstellung wichtiger als deine Technik ist.

Januar 12, 2014 at 5:45 pm

Hast du dich schon einmal gefragt, was einen Top-Cheerleader von einem Durchschnitts-Cheerleader unterscheiden und wie du selbst an die Spitze kommen kannst?

Mehr Muskeln? Bessere Technik? Ein besseres Team oder bessere Coaches?

Alles wichtige Punkte, die sicher weiterhelfen können aber nutzlos sind, solange die entscheidendste Schwachstelle nicht behoben ist: die eigene Einstellung.
Fragt man weltklasse Coaches, die das ganze Jahr nichts anderes tun, als um die Welt zu reisen und Teams verschiedenster Leistungslevel zu trainieren, wird klar, was für ihrer Meinung nach am wichtigsten für den Erfolg eines Sportler ist: Coachbarkeit.

Was bedeutet das?
Ganz einfach: Du kannst das größte Talent haben, wenn du nicht bereit bist, dich auf die Korrekturen und Anweisungen deiner Coaches einzulassen, wirst du in diesem Sport nichts Außergewöhnliches erreichen.

„Aber ich liebe Cheerleading und ich will wirklich, wirklich gut werden. Der Wille ist da!“
Okay, das ist ein wichtiger Schritt. Allerdings genügt es nicht, erfolgreich sein zu wollen. Jeder will das. Worauf es ankommt ist, ob du bereit bist, entsprechend zu trainieren und deine Prioritäten zu setzen.

Ein Beispiel: Wenn dein Trainer zu dir sagt „Du musst A, B und C in deiner Technik verändern und beim Konditionstraining mehr an deinen Bauchmuskeln und deiner Mittelkörperspannung arbeiten.“ und deine Antwort mit „Ja, aber“ anfängt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du höchstens mittelmäßig gut zu coachen bist recht hoch.
Wenn du im Konditionstraining bescheißt und zum Beispiel aus zehn Wiederholungen acht werden oder du meinst, dir noch Kraft fürs Stunten später aufsparen zu müssen, dann sabotierst du dich selbst. Wenn dein Coach dir eine Aufgabe gibt und du als allererstes sagst (oder denkst) „das kann ich nicht“/“da bin ich nicht gut drin“, dann bist du nicht gut coachbar.

Die aufgeführten Beispiele kennen wahrscheinlich die meisten. Und wenn man ehrlich zu sich ist, hat man sich selbst wahrscheinlich schon einmal so oder so ähnlich verhalten.

Die gute Nachricht ist: Du kannst daran arbeiten!
Der erste Schritt ist alle Sätze wie „Ich kann XY nicht.“ oder „Ja, aber…“ aus deinem Wortschaft zu streichen. Stattdessen fang an zu sagen „Okay, ich probiers.“, „Klar, warum nicht.“ und „Klingt gut, danke.“.
Deine innere Einstellung wird auch durch das beeinflusst, was du sagst. Das ist ein bisschen so wie man meistens wirklich bessere Laune bekommt, wenn man sich dazu zwingt, zu lächeln.

Aber natürlich ist es mit Worten allein nicht getan. Die sind nur ein Anfang. Wenn du in diesem Sport so viel wie möglich erreichen willst, dann musst du das, was deine Berater und Coaches dir an Korrekturen geben, im Prinzip so behandeln, als wäre es die Offenbarung selbst. Das bedeutet natürlich auch, dass du vertrauenswürdige Coaches brauchst. Wenn du jetzt feststellst, dass du dem, was dein Trainer sagt, eigentlich nicht wirklich Vertrauen schenkst, sondern die immer eher deinen Teil denkst, dann hast du nur zwei Möglichkeiten:

1. Ändere deine Einstellung und fang an, zu vertrauen.
oder
2. Such dir einen Coach, dem du vertrauen kannst.

In jedem Fall ist die erste Frage, die du dir stellen solltest, wenn du nicht da bist, wo du deiner Meinung nach verdient hättest zu sein: Bin ich überhaupt coachbar und wenn ja wie sehr?

Das schöne an dieser Frage ist, dass man zwar andere belügen kann, sich selbst aber nicht.