Nervige Montage und Training

Mai 11, 2014 at 1:01 pm

– ein persönlicher Artikel

Es gibt diese Tage. Tage an denen nicht viel gut läuft. Meistens sind das auch noch Montage und man hat schlecht geschlafen, ist zu spät aufgestanden und musste sich hetzen, um nicht zu spät zur Schule oder Arbeit zu kommen. Typischerweise fallen einem an solchen Tagen auch ständig Dinge runter, oder geht das nur mir so?
Die Arbeit ist dann meistens auch anstrengend, die Kollegen gehen einem auf die Nerven und auf dem Rückweg ist Stau oder die Bahn fällt aus. Völlig abgehetzt kommt man dann irgendwann endlich beim Training an und rechnet eigentlich schon damit, dass es beim Training stressig wird und man wegen irgend einer Kleinigkeit Frust schieben wird. Der Gedanke, lieber umzudrehen und sich auf dem Sofa einzuigeln, ist plötzlich sehr sehr verlockend.

So aufgeladen steige ich an diesen Tagen aus dem Auto, sammel alles (meistens viel zu viel) Zeug, das ich mitschleppe, aus dem Kofferraum und mach mich auf in die Halle.

Das Erstaunliche ist: Sobald ich die Halle betrete, noch bevor ich einen Fuß auf die Matte gesetzt habe, fängt die schlechte Laune an, sich zu verflüchtigen. Spätestens wenn die Musik fürs Warm Up läuft, übernimmt eine Art Autopilot meine Stimmung. Es ist ein bisschen so, als könnte der Kopf endlich mal eine Atempause bekommen, während der Körper zum ersten mal an dem Tag gefordert wird und das machen kann, was ihm Spaß macht.

Warum ich das erzähle? Wahrscheinlich, weil ich mir vorstellen kann, dass es euch so ähnlich geht. Und auch um denjenigen, die an solchen Tagen lieber mit einer Ausrede zu Hause bleiben, in den Hintern zu treten und euch davon zu überzeugen, dass es – egal wie stressig der Tag war – eigentlich immer die richtige Entscheidung ist, noch ins Training zu gehen. Mal ganz abgesehen davon natürlich, dass euer Team auf euch zählt!

Ich betrachte die Tür zur Halle inzwischen einfach als Schleuse, bei der der ganze Frust und Stress des Tages draußen bleiben muss. Ich kann ihn ja auf dem Rückweg später immer noch wieder abholen aber während des Trainings ist er draußen. Und wenn sich doch mal ein bisschen was mit in die Halle reinschummelt, dann reicht es meistens schon, sich kurz bei ein/zwei Leuten auszujammern, um wirklich endgültig bessere Laune zu bekommen.

Witzigerweise ist nach dem Training meistens draußen nicht mehr viel übrig von dem Kram, den ich „abgegeben“ hatte. Auch ein Vorteil.

Fazit:
Quelle: quickmeme.com