Winning with Grace and Losing with Dignity

Mai 20, 2014 at 3:58 pm

Ein Plädoyer zur Etikette bei Siegerehrungen

Siegerehrung

Foto: allstar-cheer.de

Die Meisterschaftssaison in den USA ist rum, die deutsche ist in vollem Schwung und erwartet eins ihrer Highlights am Wochenende mit der Deutschen Meisterschaft des CCVD. Vielleicht ein guter Zeitpunkt, sich mal kurz mit dem Thema „Siegerehrung“ auseinanderzusetzen.

Siegerehrungen sind ja immer ein etwas schwieriges weil ziemlich emotionales Thema. Wenn man sich aber an ein paar einfache Regeln hält, sind Drama oder ein schlechter Eindruck eigentlich immer vermeidbar.

1. Winning with Grace

Dadurch, dass die Platzierungen in umgekehrter Reihenfolge genannt werden, freut man sich natürlich bei jeder Nennung, die nicht das eigene Team ist.
Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen „sich freuen“ und „bei jedem genannten Platz laut kreischen, weil man noch nicht genannt wurde“. Ganz besonders sichtbar wird es, wenn nur noch zwei Teams übrig geblieben sind. Mit Nennung des Zweitplatzierten wird logischerweise automatisch klar, wer gewonnen hat. In so einem Moment überschlagen sich dann natürlich die Emotionen. All das harte Training, die Verletzungen, der Schweiß und die Tränen haben sich ausgezahlt und einem wird bewusst, was man da grade geschafft hat. Trotzdem sollte gerade von Senior Teams ein gewisses Maß an Etikette erwartet werden. Schließlich setzen sie die Beispiele, an denen sich die jüngeren Team orientieren.

Was in den USA in den letzten Jahren ganz überwiegend zur Selbstverständlichkeit geworden ist, wird glücklicherweise auch in Deutschland inzwischen Standard:

1. Ein Team bleibt so lange sitzen, bis es genannt wird.

2. Den Teams, die vor einem genannt werden, applaudiert man.

Zwei Regeln, die nicht kompliziert sind, aber einen großen Einfluss darauf haben, wie man von außen wahrgenommen wird.

Natürlich erwartet niemand, dass der Sieger stocksteif und ohne eine Mine zu verziehen sitzen bleibt. Aber kurz zwei Minuten mit dem Aufspringen und sich aufeinander werfen zu warten, sollte schon möglich sein. So kann auch der Zweitplatzierte seinen Moment kurz genießen, ohne schon vom Mob der feiernden Gewinner völlig überrannt zu werden.

Und dass das sogar Teams hinbekommen, die gerade Worlds gewonnen haben, zeigen diese beiden Videos:

 

2. Losing with Dignity

Aber nicht nur der Gewinner sollte sich ein gewisses Maß an Selbstbeherrschung auferlegen, das gilt auch für die Zweit- und Drittplatzierten, bzw. eigentlich für alle Teams, die an der Meisterschaft teilgenommen haben.
Natürlich ist man möglicherweise nicht gerade überglücklich über die eigene Leistung oder die Platzierung. Aber die Siegerehrung ist nicht der Ort, um das öffentlich zu demonstrieren.

Drei Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte:

1. Nicht zur Siegerehrung zu erscheinen, weil man frustriert über die eigene Leistung ist.
Wer an einer Meisterschaft teilnimmt, geht den Deal ein, dass eventuell auch ein unliebsames Ergebnis dabei herauskommt. In dem Fall sollte man ein Mindestmaß an Respekt zeigen und wenigstens zur Siegerehrung erscheinen.

2. Nach der eigenen Nennung die Matte verlassen.
Außer es ist vom Veranstalter explizit anders gewünscht, sollte man bis zum Ende der Ehrung zu bleiben.

3. Lauthals in Tränen auszubrechen, weil man Zweiter geworden ist.
Sicherlich kann so ein Moment sehr bitter sein, gerade wenn das Ergebnis knapp ist. Und die ein oder andere Träne wird sich nicht immer vermeiden lassen. Aber es zeugt von Größe, wenn man auch im Angesicht der Niederlage noch dem Gewinner applaudiert und ein Mindestmaß an Respekt zollt. Hinter dem Vorhang ist dann immer noch genug Zeit, den eigenen Gefühlen Raum zu geben.

 

 

Das kleine Poof 1×1

Februar 9, 2014 at 6:52 pm

Seit ein paar Jahren ist er ein wachsender Frisurentrend, der Poof – oder auch Tolle genannt. Aber wie bekommt man ihn am schönsten hin? Wir haben mal nach den besten Tipps und Tricks gefragt und fassen es für euch zusammen.

1. Voraussetzung
Haare nicht frisch waschen, weil sie sonst zu glatt und rutschig werden. Wenn deine Haare schnell fetten, dann hat sich das Waschen am Abend vor der Meisterschaft bewährt. Spülungen oder Kuren aller Art dabei aber unbedingt weglassen.

2. Vorbereitung

Glätten

Wenn der Pferdeschwanz glatt sein soll, jetzt die Haare glätten. Am besten aber nicht vom Ansatz an sondern je nach Haarlänge hauptsächlich den Teil, der nachher auch im Zopf zu sehen sein wird (also ca. die untere Hälfte).

 

 

 

3. Abteilen

Poof abteilen

Teile mit einem Stielkamm den Teil deiner Haare ab, die am Ende den Poof ergeben sollen. Die Breite sollte in etwas von Auge zu Auge reichen (ein guter Anhaltspunkt ist der höchste Punkt deiner Augenbrauen). Wichtig ist, dass der Poof nicht zu schmal wird, weil er sonst unproportional aussieht.
Die restlichen Haare einfach hinten mit einem Zopfgummi vorrübergehend zusammenbinden.

 

4. Toupieren

Teil von deinem Poof-Haar jetzt den vordersten Streifen ab und klemm den Rest mit einer Haarklammer nach hinten. Der Streifen sollte nicht dicker als ca dein Daumen sein.
Zieh die Haare grade nach oben und zieh den Kamm immer wieder von oben nach unten durch die Haare.  Fang dabei kurz überm Haaransatz an und mach die Bewegungen immer größer, so dass du nachher von der Mitte der Haare bis nach unten gehst. So bekommt der Poof nachher einen guten Stand und fällt nicht in sich zusammen.

 

5. Spray away

HaarsprayHalt die Haare weiter fest und nimm dir dein Haarspray. Sprüh die vorderste Strähne nur von hinten großzügig ein aber geh nicht zu dicht ran, um gleichmäßig sprühen zu können. Die nächsten Strähnen sprühst du dann auch von vorne sein.
Jetzt lässt du die Strähne nach vorne fallen und trocknen.

 

 

 

6. Wiederholen

Toupier-Zwischenstand

Wiederhol die letzten beiden Schritte solange bis du alle Haare verarbeitet hast und deine Haare aussehen wie ein verunglückter Iro.
Jetzt hast du Zeit, einen Kaffee zu trinken, während du darauf wartest, dass das Haarspray gut durchgetrocknet ist.

 

 

 

7. Glätten

Toupiertes nach hinten gekämmt

Jetzt fängt der spannende Teil an. Nimm deine toupierten Haare und leg sie nach hinten über deinen Kopf. Das wird erst mal ziemlich haarsträubend aussehen aber keine Panik.
Jetzt nimmst du deinen Kamm und fährst vorsichtig (!) über die oberen Haare und glättest sie nach und nach, so dass sie sich schön über das toupierte Chaos legen.

 

 

8. Modellieren

Fixieren und in Form bringen

Während du die oberen Haare nach und nach bändigst, kannst du anfangen, mit der anderen Hand deinen Poof in Form zu modellieren und so zurecht zu schieben, wie du ihn haben möchtest. Mach ihn ruhig etwas höher, denn wenn nachher der Zopf gemacht wird, zieht das den Poof meistens etwas flacher.
Wenn du soweit zufrieden bist, nimm deine Haarnadeln und steck den Poof hinten fest. Am besten hält das Ganze, wenn du mindestens zwei Nadeln überkreuzst. Aber mach so viele rein, wie du brauchst, damit sich alles stabil anfühlt. Jetzt wieder: Haarspray drauf!

 

9. Zopf

Fast fertig

Jetzt ist es an der Zeit, alles zu einem Zopf zusammenzufassen. Öffne den vorläufigen Haargummi und bürste die Haare dann nach und nach immer höher in Zopf-Form. Pass dabei gut auf, dass du möglichst wenig über die Haare bürstest, die aus dem Poof hinten rauskommen. Wenn dein Zopf hoch genug ist, sicher alles mit einem Haargummi.Um ihn jetzt noch ein bisschen höher zu ziehen, kannst du den Zopf noch mal in zwei Strähnen teilen und diese vorsichtig auseinander und Richtung Stirn ziehen.

 

10. Zopf toupieren
Wenn du möchtest, dass dein Zopf hinten etwas mehr Volumen hat und nicht einfach gerade runter hängt, kannst du ihn auch noch etwas (oder etwas mehr) am Ansatz toupieren. Dazu teilst du einzelne Strähnen ab und toupierst sie genau wie den Poof, sprühst sie mit Haarspray ein und legst sie nach vorne Richtung Stirn und wartest, bis alles getrocknet ist.
Danach die Haare wieder zurücklegen und die obere Schicht vorsichtig mit dem Kamm glätten. Am Ende gut mit Haarspray fixieren.


11. Finetuning

Finish

Wenn dein Poof evt jetzt nicht mehr ganz so hoch ist, wie du es wolltest oder vielleicht auch nicht ganz gleichmäig ist, nimm den Stiel vom Kamm, pieks seitlich in den Poof und zieh die Haare vorsichtig wieder hoch.

Wenn alles so ist, wie du es willst, noch ein letztes Mal schön mit Haarspray einsprühen und du bist fertig.

Weil das alles meistens nicht gleich auf Anhieb perfekt funktioniert, üb das alles am besten ein-zweimal zu Hause. Viel Spaß macht es auch immer, einen Mädelsabend zu veranstalten und dann auch noch probezuschminken.

Nike Pro und Co

September 18, 2013 at 4:43 pm

Wo ihr die beliebten Spandex Shorts bekommt (Part 1)

NikeProIn den USA schon lange angesagt, sind Spandex Shorts wie Nike Pro inzwischen auch in Deutschland sehr beliebt. Wer sich allerdings auf die Suche macht und solche Shorts kaufen will, hat es in hier meistens schwer. Wenig Auswahl, hohe Preise und wie war das nochmal mit dem Zoll und den Steuern, wenn man im Ausland bestellt?

Wir versuchen mal, euch einen kleinen Überblick zu verschaffen.

 

Im regulären Nike Store  gibt es für gewöhnlich das schwarze Modell, manchmal auch noch 1-2 andere Farben oder ein besonderes Muster. Die Kosten belaufen sich dabei auf 30-35 € zuzüglich 5€ Versandkosten

Deshalb zunächst einmal jetzt die deutschen Cheer-Anbieter, die Nike Pros oder ähnliche Shorts im Angebot haben (in alphabetischer Reihenfolge):


Cheercity

http://www.cheercity-shop.de

Der Online Shop von Cheercity bietet von Schuhen bis Schleifen im Prinzip alles, was das Cheerleaderherz begehrt. Nur was Spandex Shorts fürs Training angeht, sieht es dort noch etwas mager aus. Außer den klassischen Unterziehbriefs gibt es dort leider nichts, diese aber immerhin in diversen Ausführungen von Sternchen- oder Zebraprint über Metallic- und Pailettenstoff.

Preise: 21,00 – 24,00 € (im Angebot teilweise 10,00 €)
Versand: 5,90 EUR


Cheerplanet

http://cheer-planet.de

Auch Cheerplanet ist ein Rundum-Anbieter für Cheerleadingbekleidung. Spandex Shorts wie in den USA gibt es auch hier nicht, dafür aber zwei Foldover Modelle, bei denen man einen breiten Bund in Kontrastfarbe und -material umschlagen kann, die dem Prinzip der Yoga Hosen ähneln.
Die Hosen sind dabei entweder schwarz oder weiß. Den Bund gibt es in einer Vielzahl an Farben.

Preise: 23,00 €
Versand: 7,50 €


Elite Cheerleading

http://www.elite-cheerleading.de/shop.html

Dass Elite in seinem Online Shop ein großes Angebot hat, muss sicher nicht bezweifelt werden. Allerdings sieht es auch hier eher mager aus, wenn es um Spandex Shorts geht.
Hier findet ihr Foldover Shorts von Varsity in verschiedenen Farben sowie eine Motionflex Shorts in schwarz.

Preise: 28,00 €
Versand: 4,50 €


ICA

http://www.intercheer.com/shop

Bei ICA findet ihr neben dem üblichen Angebot eines Cheershops auch schwarze Spandex Shorts mit Kontrastbund, der diesmal nicht zum Umschlagen gedacht ist und neuerdings auch zwei Modelle der Firma Ervy, die ursprünglich aus dem Turnbereich kommt.

Preise: 15,00 – 40,00 €
Versand: 5,50 €


iCheer
http://icheer.de

Einer der neueren Cheershops in Deutschland ist iCheer. Hier gibt es neben einem kleinen Angebot an Shirts, Hoodies und Equipment auch eine Reihe an Spandex Shorts entweder aus Nylon oder in Metallic in diversen Farben. Sicherlich eine der günstigsten Alternativen.

Preise: 17,00 €
Versand: ca. 2,50 – 3,00 € (nach Gewicht gestaffelt)

Es gibt also immerhin ein bisschen was. Wer aber auf der Suche nach den Originalen oder einem sehr ähnlichen Look ist, muss seinen Suchradius etwas erweitern. Es müssen ja nicht unbedingt immer Cheershops sein. Fündig geworden sind wir zum Beispiel auf diesen Seiten:

Sportlädchen
http://www.sportlaedchen.de

Hier gibt es hauptsächlich Aktionsware, also reduzierte Artikel. Ihr könnt also durchaus gute Schnäppchen machen, werdet aber nicht immer die gleiche Auswahl haben. Manchmal gibt es hier eine Vielzahl an Shorts im Angebot, dann ist wieder eine Weile Flaute. Auch die richtige Größe zu bekommen kann zu einem Glücksspiel werden. Reinzuschauen lohnt sich aber definitiv.

Preise: 16,00 – 35,00 € (schwankend)
Versandkosten: 2,95 €


Tennis Point
http://www.tennis-point.de

Ähnlich wie bei Sportlädchen könnt ihr auch hier gelegentlich gute Schnäppchen machen, müsst manchmal auch eine ganze Weile suchen und/oder warten. Wer nicht auf eine bestimmte Marke fixiert ist bekommt hier aber meistens ein recht gutes Angebot an Spandex ähnlichen Shorts. Interessant könnten aber auch die von Nike produzierten „Slam Shorts“ sein, die im Prinzip so aussehen wie Nike Pros, nur dass ihr auf den breiten Gummibund verzichten müsst. Dafür kosten sie aber auch nur die Hälfte.

Preis:  10,00 – 28,00 €
Versand: 5,90 €

Seiten, auf denen wir auch noch fündig wurden:

Centercourt.de
http://www.centercourt.de

Cortexpower
http://www.cortexpower.com

Zalando
http://www.zalando.de

Damit wären erst einmal die Möglichkeiten zum Onlineshopping in Deutschland im Großen und Ganzen abgedeckt. Wenn ihr weitere Tipps habt, teilt sie gerne in den Kommentaren!

Im Nächsten Teil geht es dann um alle Fragen rund um die Bestellung im Ausland!