Stunt Saves

Februar 2, 2014 at 5:56 pm

Was ja eigentlich oft noch beeindruckender ist, als ein toller Stunt, ist ein Stunt, der fast gedroppt wäre, den die Stuntgroup aber irgendwie trotzdem oben gehalten hat.

Wie kriegen einige das so gut hin, während andere auf dem Boden landen?

Eigentlich braucht man dazu gar nicht so viele Vorraussetzungen:

1. Einen Flyer, der sein Ding durchziehen und im entscheidenden Augenblick angespannt bleiben kann, damit die Bases ihn wieder hochkriegen können.

2. Bases, die lieber kopfüber von der Bühne springen würden, als ihren Flyer den Boden berühren zu lassen.

Zum ersten Punkt: Diese Fähigkeit ist nicht angeboren. Man muss sie erlernen! Das bedeutet aber auch, dass man sie lernen wollen muss. Es reicht nicht, zu sagen „Ach ich würde so gerne auch so sicher weiterstunten, wenns wackelt, wie XY bei Cheer Athletics.“. Man muss auch bereit sein, die Arbeit dafür reinzustecken.
Ein guter Anfang ist es, sich viele viele Videos anzuschauen und sich abzugucken, wie andere sich in diesen Situationen verhalten. Ja und dann muss man anfangen es selbst auszuprobieren. Das erfordert Mut und Vertrauen in die Bases, denn natürlich ist es einfacher und bequemer, die beim ersten Wackler einfach hinzusetzen und runterzukommen als zu riskieren meterweit über die Matte zu wandern. Aber seien wir mal ehrlich: Flyer, die sich angewöhnt haben, sich ständig hinzusetzen, machen sich dabei nicht unbedingt beliebt bei ihren Bases, erst recht nicht, wenn die sich grade einen abgekämpft haben, um ihren Flyer oben zu halten.
Wichtig als Flyer ist es statt dessen, die Körperspannnung zu halten, damit die Bases einen wieder nach oben befördern können (mit einem Flyer, der ausfreakt, Knie einknickt und versucht, sich irgendwie zu retten, geht das nämlich nicht).

Zum zweiten Punkt: Eigentlich gilt hier erstmal das selbe wie für die Flyer, einen Stunt wieder hochzubekommen oder gar nicht erst runterkommen zu lassen, ist etwas, das man lernen muss.
Das Gute und gleichzeitig Schlechte für Bases ist, dass sie nicht alleine dafür verantwortlich sind, sondern meistens zu zweit oder dritt unter einem Stunt stehen. Gut, weil man sich gegenseitig aushelfen kann und schlecht, weil man sich halbwegs einig sein muss, was man tut.
Grundvoraussetzung wäre aber auf jeden Fall, dass man sich einig ist, den Stunt zu retten. Es gibt leider Bases, die einfach auf halbem Weg aufgeben und denken, dass der Stunt eh nicht mehr zu retten ist. Damit sabotieren sie aber ihre Mit-Bases und den Flyer, die im Zweifelsfall gerade alles geben, um den Stunt oben zu halten.
Eine wichtige Technik für Bases (gerade im Allgirl) ist es auf jeden Fall, die Beine zu benutzen. Während Männer einen Flyer vielleicht noch aus Armkraft herausdrücken können, ist das im Allgirl meistens schwieriger. Ein tiefer Ausfallschritt unter den Stunt (verbunden mit maximalem Kraftaufgebot aus den Armen) kann dabei Wunder wirken.

Fazit: Stunts zu retten kostet Kraft und Mut und Vertrauen in die anderen Mitglieder der Stuntgroup. Aber ein erfolgreich verhinderter Drop ist auch ein wahnsinnig gutes Gefühl und dafür lohnt es sich auf jeden Fall zu kämpfen.

Als Anschaungsmaterial haben wir hier mal ein paar schöne Stunt Saves zusammengeschnitten!

Warum deine Einstellung wichtiger als deine Technik ist.

Januar 12, 2014 at 5:45 pm

Hast du dich schon einmal gefragt, was einen Top-Cheerleader von einem Durchschnitts-Cheerleader unterscheiden und wie du selbst an die Spitze kommen kannst?

Mehr Muskeln? Bessere Technik? Ein besseres Team oder bessere Coaches?

Alles wichtige Punkte, die sicher weiterhelfen können aber nutzlos sind, solange die entscheidendste Schwachstelle nicht behoben ist: die eigene Einstellung.
Fragt man weltklasse Coaches, die das ganze Jahr nichts anderes tun, als um die Welt zu reisen und Teams verschiedenster Leistungslevel zu trainieren, wird klar, was für ihrer Meinung nach am wichtigsten für den Erfolg eines Sportler ist: Coachbarkeit.

Was bedeutet das?
Ganz einfach: Du kannst das größte Talent haben, wenn du nicht bereit bist, dich auf die Korrekturen und Anweisungen deiner Coaches einzulassen, wirst du in diesem Sport nichts Außergewöhnliches erreichen.

„Aber ich liebe Cheerleading und ich will wirklich, wirklich gut werden. Der Wille ist da!“
Okay, das ist ein wichtiger Schritt. Allerdings genügt es nicht, erfolgreich sein zu wollen. Jeder will das. Worauf es ankommt ist, ob du bereit bist, entsprechend zu trainieren und deine Prioritäten zu setzen.

Ein Beispiel: Wenn dein Trainer zu dir sagt „Du musst A, B und C in deiner Technik verändern und beim Konditionstraining mehr an deinen Bauchmuskeln und deiner Mittelkörperspannung arbeiten.“ und deine Antwort mit „Ja, aber“ anfängt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du höchstens mittelmäßig gut zu coachen bist recht hoch.
Wenn du im Konditionstraining bescheißt und zum Beispiel aus zehn Wiederholungen acht werden oder du meinst, dir noch Kraft fürs Stunten später aufsparen zu müssen, dann sabotierst du dich selbst. Wenn dein Coach dir eine Aufgabe gibt und du als allererstes sagst (oder denkst) „das kann ich nicht“/“da bin ich nicht gut drin“, dann bist du nicht gut coachbar.

Die aufgeführten Beispiele kennen wahrscheinlich die meisten. Und wenn man ehrlich zu sich ist, hat man sich selbst wahrscheinlich schon einmal so oder so ähnlich verhalten.

Die gute Nachricht ist: Du kannst daran arbeiten!
Der erste Schritt ist alle Sätze wie „Ich kann XY nicht.“ oder „Ja, aber…“ aus deinem Wortschaft zu streichen. Stattdessen fang an zu sagen „Okay, ich probiers.“, „Klar, warum nicht.“ und „Klingt gut, danke.“.
Deine innere Einstellung wird auch durch das beeinflusst, was du sagst. Das ist ein bisschen so wie man meistens wirklich bessere Laune bekommt, wenn man sich dazu zwingt, zu lächeln.

Aber natürlich ist es mit Worten allein nicht getan. Die sind nur ein Anfang. Wenn du in diesem Sport so viel wie möglich erreichen willst, dann musst du das, was deine Berater und Coaches dir an Korrekturen geben, im Prinzip so behandeln, als wäre es die Offenbarung selbst. Das bedeutet natürlich auch, dass du vertrauenswürdige Coaches brauchst. Wenn du jetzt feststellst, dass du dem, was dein Trainer sagt, eigentlich nicht wirklich Vertrauen schenkst, sondern die immer eher deinen Teil denkst, dann hast du nur zwei Möglichkeiten:

1. Ändere deine Einstellung und fang an, zu vertrauen.
oder
2. Such dir einen Coach, dem du vertrauen kannst.

In jedem Fall ist die erste Frage, die du dir stellen solltest, wenn du nicht da bist, wo du deiner Meinung nach verdient hättest zu sein: Bin ich überhaupt coachbar und wenn ja wie sehr?

Das schöne an dieser Frage ist, dass man zwar andere belügen kann, sich selbst aber nicht.

 

 

Wenn ein Skill plötzlich weg ist

November 28, 2013 at 5:03 pm

Bis vor ein paar Wochen hatte Steffie keine Probleme im Stunten, schon gar nicht mit Full Ups. Egal ob einfacher Full Up im Groupstunt oder 1.5 Up im Twobase, sie musste nicht drüber nachdenken. Der stand einfach.
Dann auf einmal hatte sie einen schlechten Tag. Der Full Up ging irgendwie immer schräg rüber, leicht nach vorne und leicht zur Seite. Der 1.5 Up ging noch ohne Probleme.
„Jeder hat mal einen schlechten Tag“, haben alle gesagt und das abgehakt. Aber es wurde irgendwie nicht besser. Die Full Ups gingen beim nächsten mal zwar nicht mehr zur Seite, dafür aber noch mehr nach vorne. Egal welche Bases drunter waren. Ein paar Tage später ging noch nicht einmal mehr eine Lib gerade hoch. Steffie war frustriert und sauer auf sich. Schließlich wusste sie, dass sie den Stunt eigentlich im Schlaf beherrscht hatte. Aber plötzlich hatte sie kein Gefühl mehr für das, was sie währenddessen machte. Und je mehr andere zu ihr sagten „Lehn dich nicht vor, bleib hinten!“ umso frustrierter wurde sie. War ja schließlich nicht so, als würde sie es mit Absicht machen oder nicht versuchen, was zu ändern.

Das was Steffie hier passiert ist, ist nicht selten. Es gibt wohl kaum etwas frustrierenderes im Cheerleading, als zu wissen, dass man einen Skill beherrscht aber aus unerfindlichen Gründen nicht in der Lage zu sein, ihn zu ziehen. Die betroffenen Personen fühlen sich dabei oft irgendwann einsam und unverstanden.

Aber schauen wir doch einfach mal genau hin, was Steffie hier passiert ist: Sie beherrschte einen Stunt aus dem FF, musste nicht mehr nachdenken, was sie zu tun hatte, um ihn zu stehen. Im Prinzip also das, wovon jeder Sportler träumt. Das Problem ist allerdings, dass dieser Zustand störanfällig ist. Wenn ein Cheerleader, nicht 100%ig zu jeder Zeit weiß, was er im Stunt wann und wie tun muss, sondern alles automatisch macht, kann ihn so ein schlechter Tag, wie Steffie ihn hatte, völlig aus dem Konzept bringen. Oft betrifft es Flyer aber durchaus nicht nur.
Der schlechte Tag, an dem es irgendwie nicht so klappt, säht Zweifel. Auch wenn man sich sagt, dass es beim nächsten Mal sicher wieder klappt… so ganz sicher ist man sich nicht. Und wenn die betroffene Person dann zu sehr anfängt, an sich zu zweifelt, kann diese Saat manchmal sehr schnell wachsen. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass derjenige plötzlich Angst spürt, es reicht, dass im Hinterkopf eine kleine Stimme permanent zweifelt. Im Versuch, das Problem zu überwinden, versucht man dann alles mögliche, schraubt an der Technik, wo man nur kann und verunsichert sich damit häufig nur noch mehr. In manchen Fällen kann es soweit gehen, dass selbst einfachste Skills nicht mehr gelingen, weil man sich so sehr unter Druck setzt, dass gar nichts mehr geht.

Was kann ich also machen, wenn ich in diese Situation zu geraten drohe und wie können Coaches und Teammitglieder helfen?

Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil wir natürlich alle unterschiedlich ticken. Es gibt aber ein paar Maßnahmen, die oft Erleichterung bringen. Und den Druck zu nehmen, ist manchmal das Beste, was man in so einem Fall machen kann, auch wenn es Zeit kostet. Je mehr Druck sich aufgebaut hat, umso weniger vertraut die betroffene Person ihren Fähigkeiten. Vertrauen ist aber wie jeder weiß der Schlüssel zu erfolgreichem Cheerleading. Vertrauen nicht nur darauf, dass die Bases den Flyer fangen, sondern gerade auch in sich selbst. Wenn nicht jede Person in einem Groupstunt durchzieht, wird der Stunt höchstwahrscheinlich nicht oder nicht gut stehen.

Oft hilft es, ein oder zwei Schritte zurück zu gehen und für eine Weile an einfacheren oder ganz anderen Stunts zu arbeiten, wenn man bemerkt, dass eine Person einen Knoten im Kopf entwickelt. Es bringt meistens nichts, sich in einen bestimmten Skill zu verbeißen und auf Teufel komm raus zu versuchen, den Fehler zu beseitigen.
Manchmal hilft es schon komplett andere Stunts zu machen. Wenn die dann stehen, kommt das Selbstvertrauen meist schnell zurück. Und wenn man sich vorher noch nicht zu lange an dem Problem-Stunt aufgehalten hatte, steht der kurz darauf auch wieder als wäre nichts gewesen.
Wenn das nicht der Fall ist, dann hilft es meistens wirklich, leichtere Stunts und Vorübungen anzugehen. Wichtig ist dabei, da nicht auch gleich wieder Druck aufzubauen, sondern gerade als Coach so gut es geht entspannt bleibt und kein großes Aufheben darum macht. Ein Coach und eine Stuntgroup, die sich nicht verrückt machen lassen und der betroffenen Person einfach das Gefühl geben, an sie zu glauben, können viel bewirken.

Es gibt natürlich auch Menschen, die unter Druck besser funktionieren und bei denen ein Stunt nach einer strengen Ansage vom Coach plötzlich steht. Allerdings lag da das Problem, wieso der Stunt vorher nicht stand meistens ein bisschen woanders und es war eher ein grundsätzlichen Zögern und halbherziges Stunten.

Wie so oft kommt es also darauf an, die Einzelnen einschätzen zu können. Mit etwas Erfahrung wird es aber meist gut gelingen, ehrliche Bemühungen und Frustration mit sich selbst von einer halbherzigen Einstellung zu unterscheiden.

 

 

 

 

Meine Stuntposition – mein Traumjob.

November 3, 2013 at 2:16 pm

Bases

– oder was Cheerleader über ihre Position wirklich denken.

„Die Position Backspot wird oft unterschätzt und Neulinge denken meistens, da hinten können sie chillen aber ein guter Back kann in vielen Situationen den kompletten Stunt retten und teilweise auch steuern! Manchmal ist es zwar auch gruselig, vor allem bei Schrauben und Rewinds, aber man gewöhnt sich dran.“

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„Ein guter Back weiß halt auch wann er jetzt mehr Kraft reinstecken muss um Bases zu unterstützen und wann er mehr den Flyer stabilisieren muss und er muss (ebenso natürlich wie Bases) im richtigen Moment entscheiden wann der Stunt verloren ist um dann den Kopf und Schulterbereich vom Flyer zu fangen im Falle eines Drops. Dreamjob!“

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„Ohne uns Bases würde der Flyer gar nicht da oben stehen oder nach oben fliegen. Alle denken es wäre leicht, jemanden hoch zu werfen oder richtig in der Liberty zu halten aber es sieht nur leicht aus. Man muss darauf achten das der Flyer gut steht nicht auf Hacke oder auf Spitze sondern auf den ganzen Fuß. Ich hab trotzdem Respekt vor allen Positionen.“

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„Base ist mein absoluter Traumjob. Ich liebe das Gefühl, mit der anderen Base perfekt im Timing zu sein und die Kraft, die man daraus entwickelt. Es ist ein Wahnsinnsgefühl, wenn schwierige oder unmöglich scheinende Stunts plötzlich einfach werden und es fühlt sich einfach toll an, nicht nur Kraft zu haben sondern auch die Technik, sie auf den Punkt einsetzen zu können. Was mich aber am allerstolzesten macht ist, wenn ein Flyer gerne mit mir stuntet, weil er mir vertraut und sich darauf verlassen kann, dass ich ihn jederzeit fange, egal ob ich mich dabei selbst verletze. Das ist das größte Kompliment.“

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„Am meisten am Flyer-Dasein liebe ich die Zusammenarbeit mit meinen Bases. Das Gefühl nicht einfach nur mein Ding durchzuziehen sondern bewusst zu fühlen, wie die Leute arbeiten und wie sie auf Bewegungen reagieren. Kurz gesagt: mir ist egal was für tolle Stunts und Figuren ich dort oben mache, am meisten Spaß macht es mir, ein Teil vom großen Puzzle zu sein und herauszufinden wie man am besten zusammen funktioniert.“

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„Flyer zu sein ist mein Traumjob. Ich liebe es einfach nur, oben zu stehen und das Aushängeschild für meine Stuntgruppe zu sein. Wenn wir etwas Neues hinkriegen bin ich so stolz auf meinen Groupstunt, dass ich einfach nur alle Leute im Publikum anstrahle, wenn ich oben stehe. Was ich auch liebe ist das Gefühl von in Baskets, das ist fast ein bisschen wie fliegen.“

Das alles sind Antworten von Cheerleadern auf die Frage: Was ist deine Lieblingsposition beim Stunten?

„Meine Trainerin lässt mich nicht Flyer sein, was kann ich tun??“

Unterhält man sich dagegen mit Außenstehenden, bekommt man meistens Dinge zu hören wie „Achso, du stehst nicht oben? Das ist doch bestimmt blöd.“ oder „Ich wette alle wollen eigentlich Flyer sein.“
Und auch unter denen, die gerade erst mit dem Sport angefangen haben, halten sich diese Klischees noch. Besonders oft hört man dann „Meine Trainerin lässt mich nicht Flyer sein, was kann ich tun??“
Die Antwort darauf ist eigentlich einfach: Arbeite an der Position für die du eingeteilt wurdest und werde gut darin. Je besser man nämlich in etwas wird, umso mehr Spaß macht es einem meistens. Man entdeckt die vielen kleinen Feinheiten, Herausforderungen und Triumpfe, die das Dasein als Base oder Backspot mit sich bringen. Und einen kleinen Einblick in das, was es so schön macht, habt ihr gerade oben gelesen.

„Aber ich möchte kein Backspot sein. Da sieht man mich ja nie!“

Der Flyer ist natürlich der sichtbarste Teil des Teams und ja, auf den allermeisten Fotos ist er im Fokus. Das muss aber nicht heißen, dass man als Base oder Backspot ein unsichtbares Dasein fristen muss. Zum Einen schauen gerade andere Cheerleader im Publikum oft auch darauf, was die gesamte Stuntgroup macht, zum Anderen ist die Stuntsequenz ja nicht der einzige Teil einer Routine. Wer hart an seinen Jumps, Tumbling und Dance arbeitet, kann auch so sein Ticket für die erste Reihe lösen.
Aber unabhängig davon, ist und bleibt Cheerleading einfach ein unglaublich teamorientierter Sport. Fehlt ein Teil, funktionieren die anderen auch nicht mehr.
Anstatt also darüber enttäuscht zu sein, dass man nicht auf Position XY eingesetzt wird, wäre das Beste, dem Trainer zu vertrauen und volle Kraft in die zugeteilte Position zu stecken.

Cheerleading ist ein Sport, mit unterschiedlichen Aufgaben für unterschiedliche Teammitglieder.  Genau das ist es, was das Tolle an diesem Sport ausmacht: Er bietet jedem die Möglichkeit, nach seinen Fähigkeiten und Voraussetzungen Höchstleistungen zu erbringen. Und je länger man schon dabei ist, umso mehr lernt man dieses Zusammenspiel zu schätzen, weil es den Sport komplex und toll macht, weil man manchmal puzzeln und sich aufeinander einschießen muss und weil man nie auf sich alleine gestellt ist, sondern immer Teil eines eng verwobenen Teams ist.

 

 

 

 

Bin ich zu schwer um Flyer zu sein?

Oktober 23, 2013 at 12:00 pm

Eine der wohl meistgestellten Fragen von vor allem jungen Mädchen, die mit dem Cheerleading erst anfangen. Internetforen und Facebookseiten sind voll von Diskussionen darüber, wie viel man denn nun wiegen darf, um Flyer zu sein.

Vorab: Der Frage, warum so viele am Anfang ihrer Cheerleader-Karriere denken, Flyer sei die einzig wahre Position und ob sie damit richtig liegen werden wir uns in einem separaten Artikel widmen.

Jetzt aber zum Gewicht. Wir haben da mal eine Tabelle mit akzeptablen Größen- und Gewichtsverhältnissen erstellt…
Nein, haben wir natürlich nicht! Warum nicht? Weil es absoluter Unsinn wäre.

Gute Flyer brauchen Muskeln

Und mit Muskeln ist hier nicht ein schönes Sixpack gemeint, sondern wirklich Kraft in den Armen, Beinen, Schultern, Mittelkörper,… eigentlich überall.
Nur Flyer, die ihr Gewicht selbst halten können, sind in der Lage, sich wirklich abzudrücken, mit Kraft aufzustehen und ihre Körperpositionen zu halten. Wie oft sieht man spindeldürre Miniflyer, denen einfach das Knie einknickt oder die in der Luft herumwedeln, wenn der Stunt wackelt? Je mehr Kraft und damit Körperkontrolle ein Flyer hat, desto eher kann er den Stunt retten, indem er maximal angespannt bleibt.
Ein gut durchtrainierter Flyer wird automatisch mehr Gewicht auf die Waage bringen, als ein Flyer, der zum ersten Mal in seinem Leben Sport zu machen scheint.

Kleinmädchen-Syndrom

Wer Base ist und schon etwas länger Cheerleading macht, wird es sicher schon oft erlebt haben, das Kleinmädchen-Syndrom. Es trifft oft kleine und besonders leichte Flyer, die sich darauf ausruhen, dass alle ihnen sagen, wie klein und leicht sie sind.
Das Ende vom Lied ist dann, dass die Bases das Gefühl haben mit einer weichen Nudel zu stunten, die ihr Gewicht kein bisschen selbst hält, geschweige denn sich wirklich abdrückt und aufsteht.
Das kann soweit gehen, dass solche Flyer für ihre Bases wesentlich schwerer zu stunten sind, als diejenigen, die wissen, dass sie mitarbeiten müssen, weil sie nicht untergewichtig sind.

Das soll nicht heißen, dass kleine leichte Flyer keine guten Flyer sein können. Aber für sie gelten die gleichen Regeln, wie für alle anderen auch:

Was macht denn jetzt einen guten Flyer aus?

Ein guter Flyer ist wirklich gut gedehnt. Aber die beste Dehnung bringt nichts, wenn man nicht in der Lage ist, die Bodypositions zu halten. Dafür braucht man Kraft!
Allerdings helfen einem Dehnung und Kraft auch nur bedingt weiter, wenn man kein Gefühl für sich und seinen Körper in der Luft hat. Ein guter Flyer braucht also auch die Fähigkeit, seinen Körperschwerpunkt zu halten und zwar auch dann, wenn Bodypositions gezogen oder gewechselt werden (z.B. bei Ticktocks), bei Abgängen, bei Aufgängen, im Prinzip immer. Sobald der Flyer sich z.B. beim Ziehen eines Scorpions zur Seite oder nach vorne lehnt, fängt der Stunt an zu wackeln, die Bases müssen laufen und schon hat man sich einen Punktabzug eingefangen.
Für Baskets besonders wichtig ist außerdem die sogenannte Air Awareness, die Fähigkeit, seinen Körper in der Luft wahrzunehmen, also zu wissen, wann man wo ist, wenn man einen Backtuck oder Schwierigeres zieht.
Zu guter Letzt besonders wichtig: Ein guter Flyer braucht Mut und Vertrauen. Mut um neue Stunts auszuprobieren und Vertrauen sowohl in sich als auch in die Bases, um nicht mittendrin auszufreaken und abzubrechen. Ein zweifelnder, ängstlicher Flyer bedeutet oftmals ein stark erhöhtes Verletzungsrisiko für die Bases und letztlich auch für sich selbst. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ein Flyer in der Lage ist, sich auf den Punkt zu konzentrieren und sein Ding durchzuziehen.

Das alles sind nicht unbedingt angebohrene Fähigkeiten. Man muss sie trainieren. Das wiederum dauert natürlich seine Zeit. Insofern ist es völlig in Ordnung, wenn ihr neu seid und noch nicht alles davon beherrscht.
Wichtig ist nur, dass ihr nicht einer Zahl auf der Waage hinterher lauft oder euch darauf ausruht, denn das ist tatsächlich der unwichtigste Faktor von allen, wenn es darum geht ein guter Cheerleader zu sein.

 

Bestellen in den USA – Zoll und Co.

Oktober 22, 2013 at 2:41 pm

Ihr seid in Deutschland nicht fündig geworden und wollt jetzt mal sehen, was international so angeboten wird?

Beim Bestellen aus den USA tauchen allerdings oft viele Fragen auf. Bevor wir die besten amerikanischen Shops für Cheerleader unter die Lupe nehmen, deshalb hier erst einmal die wichtigsten Infos zum Thema Zoll und Steuern:

Punkt 1 – Der Warenwert

Um herauszubekommen, ob Abgaben wie Zoll und Steuer fällig werden, müsst ihr zu allererst euren Warenwert bestimmen. Klingt einfach. Ist es auch, wenn man folgendes weiß:

Entscheidend ist, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten. Wenn ihr also z.B. Versandkosten zahlen müss, zählen die auch mit zum Warenwert.

Beispiel
Artikelpreis: 21,90 Euro
Versandkosten: 5,00 Euro
Gesamtwert: 26,90 Euro

Warenwert unter 22 € – keine Abgaben
Alle Sendungen von Waren, deren Gesamtwert einen Betrag von 22 Euro nicht übersteigt sind einfuhrabgabenfrei. Das bedeutet sie unterliegen keinem Zoll und keiner Einfuhrumsatzsteuer.

Warenwert zwischen 22 € und 150 € – nur Steuer
Per Internet bestellte Waren aus den USA müssen ab einem Warenwert von 22 Euro versteuert werden (Einfuhrumsatzsteuer, in der Regel 19%).

Ihr müsst also auf euren Warenwert noch einmal 19% aufschlagen.

Warenwert über 150 € – Zollgebühren und Steuern
Ab einem Warenwert von 150 Euro werden zusätzlich zur Steuer auch Zollgebühren fällig. Hier wird es jetzt tricky, denn es kommt auf die Reihenfolge an, in der du deine Kosten addierst.

Zuerst nehmen wir unseren schon errechneten Warenwert (s.o.). Von dem wird ein bestimmter Prozentsatz genommen und als Zollgebühr fällig. Wieviel Prozent das sind, hängt vom jeweiligen Warenzollsatz ab. Es gibt für die unterschiedlichsten Waren ganz verschiedene Zollsätze, die je nach Produkt zwischen zwei und 15 Prozent schwanken und jährlich angepasst werden.

Aktuelle Zollsätze:
Bekleidung (aus Textilien): 12%
Schuhe mit Oberteil aus Leder: 8%
Schuhe mit Oberteil aus anderem Material als Leder: 16,8% bis 17%
(Quelle: Tabelle von zoll.de)

Solltet ihr euch unsicher sein, schreibt einfach eine kurze Mail an info.privat@zoll.de und erkundigt euch!

Jetzt habt ihr also euren Warenwert und eure Zollgebühren errechnet.
Wenn ihr beides zusammenzählt, habt ihr die Bemessungsgrundlage für die Steuer (Einfuhrumsatzsteuer). Also müsst ihr von dieser Summe noch einmal 19% nehmen, um eure Steuerabgaben zu erhalten.

Um es zu veranschaulichen, hier einfach mal zwei Beispiele:

Beispiel 1

ZollBeispiel1

 

 Beispiel 2

Zollbeispiel2.1

Ihr seht also, es lohnt sich rechnerisch eigentlich erst ab einer gewissen Menge, im Ausland zu bestellen. Allerdings ist der ganz große Pluspunkt so einer Bestellung die gigantisch große Auswahl an verschiedenen Modellen, Farben und Drucken, die ihr so in Deutschland oder Europa leider (noch) nicht findet.

Im nächsten Artikel stellen wir euch die besten Onlineshops für eure Trainingsklamotten vor!

Disclaimer:
Die Angaben in diesem Artikel wurde gewissenhaft recherchiert. Trotzdem übernehmen wir keine Gewähr für die gemachten Angaben. Bitte fragt im Zweifelsfall immer kurz beim Zoll direkt nach: info.privat@zoll.de oder schaut unter www.zoll.de nach.

Cheerleading Dokus

Oktober 20, 2013 at 9:50 am

Playlists

Es gibt viele Filme, in denen Cheerleader vorkommen aber in den wenigsten kommen sie gut weg oder wird der Sport als das dargestellt, was er wirklich ist. Wir haben uns deshalb mal auf die Suche gemacht und für euch die besten Cheerleading Dokus rausgesucht.

Die idealen Playlists für den Herbst und Winter findet ihr auf unserem YouTube Kanal:

Cheereader auf Youtube

Viel Spaß!

Offene Meisterschaften 2013

Oktober 15, 2013 at 11:25 am

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die neue Meisterschaftssaison nimmt Fahrt auf. Hier gibt es eine kleine Übersicht der noch in diesem Jahr stattfindenden Meisterschaften:

02.11.13 European Open Disneyland in Paris
30.11.13 Germancheermasters in Lemgo
07.12.13 Spirit Challenge VI in Koblenz
15.12.13 XMas Bowl in Berlin
01.12.13 2nd Hungarian Open Nähe Budapest
07.12.13 Spirit Cheer Cup 2013 in Prag
21.12.13 Beach Cup im Tropical Island bei Berlin
21.12.13 BaWü Cheermasters in Stuttgart

 

Nike Pro und Co

September 18, 2013 at 4:43 pm

Wo ihr die beliebten Spandex Shorts bekommt (Part 1)

NikeProIn den USA schon lange angesagt, sind Spandex Shorts wie Nike Pro inzwischen auch in Deutschland sehr beliebt. Wer sich allerdings auf die Suche macht und solche Shorts kaufen will, hat es in hier meistens schwer. Wenig Auswahl, hohe Preise und wie war das nochmal mit dem Zoll und den Steuern, wenn man im Ausland bestellt?

Wir versuchen mal, euch einen kleinen Überblick zu verschaffen.

 

Im regulären Nike Store  gibt es für gewöhnlich das schwarze Modell, manchmal auch noch 1-2 andere Farben oder ein besonderes Muster. Die Kosten belaufen sich dabei auf 30-35 € zuzüglich 5€ Versandkosten

Deshalb zunächst einmal jetzt die deutschen Cheer-Anbieter, die Nike Pros oder ähnliche Shorts im Angebot haben (in alphabetischer Reihenfolge):


Cheercity

http://www.cheercity-shop.de

Der Online Shop von Cheercity bietet von Schuhen bis Schleifen im Prinzip alles, was das Cheerleaderherz begehrt. Nur was Spandex Shorts fürs Training angeht, sieht es dort noch etwas mager aus. Außer den klassischen Unterziehbriefs gibt es dort leider nichts, diese aber immerhin in diversen Ausführungen von Sternchen- oder Zebraprint über Metallic- und Pailettenstoff.

Preise: 21,00 – 24,00 € (im Angebot teilweise 10,00 €)
Versand: 5,90 EUR


Cheerplanet

http://cheer-planet.de

Auch Cheerplanet ist ein Rundum-Anbieter für Cheerleadingbekleidung. Spandex Shorts wie in den USA gibt es auch hier nicht, dafür aber zwei Foldover Modelle, bei denen man einen breiten Bund in Kontrastfarbe und -material umschlagen kann, die dem Prinzip der Yoga Hosen ähneln.
Die Hosen sind dabei entweder schwarz oder weiß. Den Bund gibt es in einer Vielzahl an Farben.

Preise: 23,00 €
Versand: 7,50 €


Elite Cheerleading

http://www.elite-cheerleading.de/shop.html

Dass Elite in seinem Online Shop ein großes Angebot hat, muss sicher nicht bezweifelt werden. Allerdings sieht es auch hier eher mager aus, wenn es um Spandex Shorts geht.
Hier findet ihr Foldover Shorts von Varsity in verschiedenen Farben sowie eine Motionflex Shorts in schwarz.

Preise: 28,00 €
Versand: 4,50 €


ICA

http://www.intercheer.com/shop

Bei ICA findet ihr neben dem üblichen Angebot eines Cheershops auch schwarze Spandex Shorts mit Kontrastbund, der diesmal nicht zum Umschlagen gedacht ist und neuerdings auch zwei Modelle der Firma Ervy, die ursprünglich aus dem Turnbereich kommt.

Preise: 15,00 – 40,00 €
Versand: 5,50 €


iCheer
http://icheer.de

Einer der neueren Cheershops in Deutschland ist iCheer. Hier gibt es neben einem kleinen Angebot an Shirts, Hoodies und Equipment auch eine Reihe an Spandex Shorts entweder aus Nylon oder in Metallic in diversen Farben. Sicherlich eine der günstigsten Alternativen.

Preise: 17,00 €
Versand: ca. 2,50 – 3,00 € (nach Gewicht gestaffelt)

Es gibt also immerhin ein bisschen was. Wer aber auf der Suche nach den Originalen oder einem sehr ähnlichen Look ist, muss seinen Suchradius etwas erweitern. Es müssen ja nicht unbedingt immer Cheershops sein. Fündig geworden sind wir zum Beispiel auf diesen Seiten:

Sportlädchen
http://www.sportlaedchen.de

Hier gibt es hauptsächlich Aktionsware, also reduzierte Artikel. Ihr könnt also durchaus gute Schnäppchen machen, werdet aber nicht immer die gleiche Auswahl haben. Manchmal gibt es hier eine Vielzahl an Shorts im Angebot, dann ist wieder eine Weile Flaute. Auch die richtige Größe zu bekommen kann zu einem Glücksspiel werden. Reinzuschauen lohnt sich aber definitiv.

Preise: 16,00 – 35,00 € (schwankend)
Versandkosten: 2,95 €


Tennis Point
http://www.tennis-point.de

Ähnlich wie bei Sportlädchen könnt ihr auch hier gelegentlich gute Schnäppchen machen, müsst manchmal auch eine ganze Weile suchen und/oder warten. Wer nicht auf eine bestimmte Marke fixiert ist bekommt hier aber meistens ein recht gutes Angebot an Spandex ähnlichen Shorts. Interessant könnten aber auch die von Nike produzierten „Slam Shorts“ sein, die im Prinzip so aussehen wie Nike Pros, nur dass ihr auf den breiten Gummibund verzichten müsst. Dafür kosten sie aber auch nur die Hälfte.

Preis:  10,00 – 28,00 €
Versand: 5,90 €

Seiten, auf denen wir auch noch fündig wurden:

Centercourt.de
http://www.centercourt.de

Cortexpower
http://www.cortexpower.com

Zalando
http://www.zalando.de

Damit wären erst einmal die Möglichkeiten zum Onlineshopping in Deutschland im Großen und Ganzen abgedeckt. Wenn ihr weitere Tipps habt, teilt sie gerne in den Kommentaren!

Im Nächsten Teil geht es dann um alle Fragen rund um die Bestellung im Ausland!