Cheerreader

Der aktive Betrieb von Cheerreader wurde leider eingestellt. Vielleicht geht es eines Tages weiter. Bis dahin allerdings gibt es zumindest noch die alten Artikel in einer reduzierten Form - sortiert nach beliebtheit.

Ich hoffe, dass ich einigen von euch helfen konnte und auch noch helfen kann.

Viele Grüße,

Julia Breyer

Nike Pro und Co

Wo ihr die beliebten Spandex Shorts bekommt (Part 1)

In den USA schon lange angesagt, sind Spandex Shorts wie Nike Pro inzwischen auch in Deutschland sehr beliebt. Wer sich allerdings auf die Suche macht und solche Shorts kaufen will, hat es in hier meistens schwer. Wenig Auswahl, hohe Preise und wie war das nochmal mit dem Zoll und den Steuern, wenn man im Ausland bestellt?

Wir versuchen mal, euch einen kleinen Überblick zu verschaffen.

 

Im regulären Nike Store  gibt es für gewöhnlich das schwarze Modell, manchmal auch noch 1-2 andere Farben oder ein besonderes Muster. Die Kosten belaufen sich dabei auf 30-35 € zuzüglich 5€ Versandkosten

Deshalb zunächst einmal jetzt die deutschen Cheer-Anbieter, die Nike Pros oder ähnliche Shorts im Angebot haben (in alphabetischer Reihenfolge):

Cheercity

http://www.cheercity-shop.de

Der Online Shop von Cheercity bietet von Schuhen bis Schleifen im Prinzip alles, was das Cheerleaderherz begehrt. Nur was Spandex Shorts fürs Training angeht, sieht es dort noch etwas mager aus. Außer den klassischen Unterziehbriefs gibt es dort leider nichts, diese aber immerhin in diversen Ausführungen von Sternchen- oder Zebraprint über Metallic- und Pailettenstoff.

Preise: 21,00 – 24,00 € (im Angebot teilweise 10,00 €)

Versand: 5,90 EUR

Cheerplanet

http://cheer-planet.de

Auch Cheerplanet ist ein Rundum-Anbieter für Cheerleadingbekleidung. Spandex Shorts wie in den USA gibt es auch hier nicht, dafür aber zwei Foldover Modelle, bei denen man einen breiten Bund in Kontrastfarbe und -material umschlagen kann, die dem Prinzip der Yoga Hosen ähneln.

Die Hosen sind dabei entweder schwarz oder weiß. Den Bund gibt es in einer Vielzahl an Farben.

Preise: 23,00 €

Versand: 7,50 €

Elite Cheerleading

http://www.elite-cheerleading.de/shop.html

Dass Elite in seinem Online Shop ein großes Angebot hat, muss sicher nicht bezweifelt werden. Allerdings sieht es auch hier eher mager aus, wenn es um Spandex Shorts geht.

Hier findet ihr Foldover Shorts von Varsity in verschiedenen Farben sowie eine Motionflex Shorts in schwarz.

Preise: 28,00 €

Versand: 4,50 €

ICA

http://www.intercheer.com/shop

Bei ICA findet ihr neben dem üblichen Angebot eines Cheershops auch schwarze Spandex Shorts mit Kontrastbund, der diesmal nicht zum Umschlagen gedacht ist und neuerdings auch zwei Modelle der Firma Ervy, die ursprünglich aus dem Turnbereich kommt.

Preise: 15,00 – 40,00 €

Versand: 5,50 €

iCheer

http://icheer.de

Einer der neueren Cheershops in Deutschland ist iCheer. Hier gibt es neben einem kleinen Angebot an Shirts, Hoodies und Equipment auch eine Reihe an Spandex Shorts entweder aus Nylon oder in Metallic in diversen Farben. Sicherlich eine der günstigsten Alternativen.

Preise: 17,00 €

Versand: ca. 2,50 – 3,00 € (nach Gewicht gestaffelt)

Es gibt also immerhin ein bisschen was. Wer aber auf der Suche nach den Originalen oder einem sehr ähnlichen Look ist, muss seinen Suchradius etwas erweitern. Es müssen ja nicht unbedingt immer Cheershops sein. Fündig geworden sind wir zum Beispiel auf diesen Seiten:

Sportlädchen

http://www.sportlaedchen.de

Hier gibt es hauptsächlich Aktionsware, also reduzierte Artikel. Ihr könnt also durchaus gute Schnäppchen machen, werdet aber nicht immer die gleiche Auswahl haben. Manchmal gibt es hier eine Vielzahl an Shorts im Angebot, dann ist wieder eine Weile Flaute. Auch die richtige Größe zu bekommen kann zu einem Glücksspiel werden. Reinzuschauen lohnt sich aber definitiv.

Preise: 16,00 – 35,00 € (schwankend)

Versandkosten: 2,95 €

Tennis Point

http://www.tennis-point.de

Ähnlich wie bei Sportlädchen könnt ihr auch hier gelegentlich gute Schnäppchen machen, müsst manchmal auch eine ganze Weile suchen und/oder warten. Wer nicht auf eine bestimmte Marke fixiert ist bekommt hier aber meistens ein recht gutes Angebot an Spandex ähnlichen Shorts. Interessant könnten aber auch die von Nike produzierten „Slam Shorts“ sein, die im Prinzip so aussehen wie Nike Pros, nur dass ihr auf den breiten Gummibund verzichten müsst. Dafür kosten sie aber auch nur die Hälfte.

Preis:  10,00 – 28,00 €

Versand: 5,90 €

Seiten, auf denen wir auch noch fündig wurden:

Centercourt.de

http://www.centercourt.de

Cortexpower

http://www.cortexpower.com

Zalando

http://www.zalando.de

Damit wären erst einmal die Möglichkeiten zum Onlineshopping in Deutschland im Großen und Ganzen abgedeckt. Wenn ihr weitere Tipps habt, teilt sie gerne in den Kommentaren!

Im Nächsten Teil geht es dann um alle Fragen rund um die Bestellung im Ausland!

Bin ich zu schwer um Flyer zu sein?

Eine der wohl meistgestellten Fragen von vor allem jungen Mädchen, die mit dem Cheerleading erst anfangen. Internetforen und Facebookseiten sind voll von Diskussionen darüber, wie viel man denn nun wiegen darf, um Flyer zu sein.

Vorab: Der Frage, warum so viele am Anfang ihrer Cheerleader-Karriere denken, Flyer sei die einzig wahre Position und ob sie damit richtig liegen werden wir uns in einem separaten Artikel widmen.

Jetzt aber zum Gewicht. Wir haben da mal eine Tabelle mit akzeptablen Größen- und Gewichtsverhältnissen erstellt…

Nein, haben wir natürlich nicht! Warum nicht? Weil es absoluter Unsinn wäre.

Gute Flyer brauchen Muskeln

Und mit Muskeln ist hier nicht ein schönes Sixpack gemeint, sondern wirklich Kraft in den Armen, Beinen, Schultern, Mittelkörper,… eigentlich überall.

Nur Flyer, die ihr Gewicht selbst halten können, sind in der Lage, sich wirklich abzudrücken, mit Kraft aufzustehen und ihre Körperpositionen zu halten. Wie oft sieht man spindeldürre Miniflyer, denen einfach das Knie einknickt oder die in der Luft herumwedeln, wenn der Stunt wackelt? Je mehr Kraft und damit Körperkontrolle ein Flyer hat, desto eher kann er den Stunt retten, indem er maximal angespannt bleibt.

Ein gut durchtrainierter Flyer wird automatisch mehr Gewicht auf die Waage bringen, als ein Flyer, der zum ersten Mal in seinem Leben Sport zu machen scheint.

Kleinmädchen-Syndrom

Wer Base ist und schon etwas länger Cheerleading macht, wird es sicher schon oft erlebt haben, das Kleinmädchen-Syndrom. Es trifft oft kleine und besonders leichte Flyer, die sich darauf ausruhen, dass alle ihnen sagen, wie klein und leicht sie sind.

Das Ende vom Lied ist dann, dass die Bases das Gefühl haben mit einer weichen Nudel zu stunten, die ihr Gewicht kein bisschen selbst hält, geschweige denn sich wirklich abdrückt und aufsteht.

Das kann soweit gehen, dass solche Flyer für ihre Bases wesentlich schwerer zu stunten sind, als diejenigen, die wissen, dass sie mitarbeiten müssen, weil sie nicht untergewichtig sind.

Das soll nicht heißen, dass kleine leichte Flyer keine guten Flyer sein können. Aber für sie gelten die gleichen Regeln, wie für alle anderen auch:

Was macht denn jetzt einen guten Flyer aus?

Ein guter Flyer ist wirklich gut gedehnt. Aber die beste Dehnung bringt nichts, wenn man nicht in der Lage ist, die Bodypositions zu halten. Dafür braucht man Kraft!

Allerdings helfen einem Dehnung und Kraft auch nur bedingt weiter, wenn man kein Gefühl für sich und seinen Körper in der Luft hat. Ein guter Flyer braucht also auch die Fähigkeit, seinen Körperschwerpunkt zu halten und zwar auch dann, wenn Bodypositions gezogen oder gewechselt werden (z.B. bei Ticktocks), bei Abgängen, bei Aufgängen, im Prinzip immer. Sobald der Flyer sich z.B. beim Ziehen eines Scorpions zur Seite oder nach vorne lehnt, fängt der Stunt an zu wackeln, die Bases müssen laufen und schon hat man sich einen Punktabzug eingefangen.

Für Baskets besonders wichtig ist außerdem die sogenannte Air Awareness, die Fähigkeit, seinen Körper in der Luft wahrzunehmen, also zu wissen, wann man wo ist, wenn man einen Backtuck oder Schwierigeres zieht.

Zu guter Letzt besonders wichtig: Ein guter Flyer braucht Mut und Vertrauen. Mut um neue Stunts auszuprobieren und Vertrauen sowohl in sich als auch in die Bases, um nicht mittendrin auszufreaken und abzubrechen. Ein zweifelnder, ängstlicher Flyer bedeutet oftmals ein stark erhöhtes Verletzungsrisiko für die Bases und letztlich auch für sich selbst. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ein Flyer in der Lage ist, sich auf den Punkt zu konzentrieren und sein Ding durchzuziehen.

Das alles sind nicht unbedingt angebohrene Fähigkeiten. Man muss sie trainieren. Das wiederum dauert natürlich seine Zeit. Insofern ist es völlig in Ordnung, wenn ihr neu seid und noch nicht alles davon beherrscht.

Wichtig ist nur, dass ihr nicht einer Zahl auf der Waage hinterher lauft oder euch darauf ausruht, denn das ist tatsächlich der unwichtigste Faktor von allen, wenn es darum geht ein guter Cheerleader zu sein.

Warum deine Einstellung wichtiger als deine Technik ist.

Hast du dich schon einmal gefragt, was einen Top-Cheerleader von einem Durchschnitts-Cheerleader unterscheiden und wie du selbst an die Spitze kommen kannst?

Mehr Muskeln? Bessere Technik? Ein besseres Team oder bessere Coaches?

Alles wichtige Punkte, die sicher weiterhelfen können aber nutzlos sind, solange die entscheidendste Schwachstelle nicht behoben ist: die eigene Einstellung.

Fragt man weltklasse Coaches, die das ganze Jahr nichts anderes tun, als um die Welt zu reisen und Teams verschiedenster Leistungslevel zu trainieren, wird klar, was für ihrer Meinung nach am wichtigsten für den Erfolg eines Sportler ist: Coachbarkeit.

Was bedeutet das?

Ganz einfach: Du kannst das größte Talent haben, wenn du nicht bereit bist, dich auf die Korrekturen und Anweisungen deiner Coaches einzulassen, wirst du in diesem Sport nichts Außergewöhnliches erreichen.

„Aber ich liebe Cheerleading und ich will wirklich, wirklich gut werden. Der Wille ist da!“

Okay, das ist ein wichtiger Schritt. Allerdings genügt es nicht, erfolgreich sein zu wollen. Jeder will das. Worauf es ankommt ist, ob du bereit bist, entsprechend zu trainieren und deine Prioritäten zu setzen.

Ein Beispiel: Wenn dein Trainer zu dir sagt „Du musst A, B und C in deiner Technik verändern und beim Konditionstraining mehr an deinen Bauchmuskeln und deiner Mittelkörperspannung arbeiten.“ und deine Antwort mit „Ja, aber“ anfängt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du höchstens mittelmäßig gut zu coachen bist recht hoch.

Wenn du im Konditionstraining bescheißt und zum Beispiel aus zehn Wiederholungen acht werden oder du meinst, dir noch Kraft fürs Stunten später aufsparen zu müssen, dann sabotierst du dich selbst. Wenn dein Coach dir eine Aufgabe gibt und du als allererstes sagst (oder denkst) „das kann ich nicht“/“da bin ich nicht gut drin“, dann bist du nicht gut coachbar.

Die aufgeführten Beispiele kennen wahrscheinlich die meisten. Und wenn man ehrlich zu sich ist, hat man sich selbst wahrscheinlich schon einmal so oder so ähnlich verhalten.

Die gute Nachricht ist: Du kannst daran arbeiten!

Der erste Schritt ist alle Sätze wie „Ich kann XY nicht.“ oder „Ja, aber…“ aus deinem Wortschaft zu streichen. Stattdessen fang an zu sagen „Okay, ich probiers.“, „Klar, warum nicht.“ und „Klingt gut, danke.“.

Deine innere Einstellung wird auch durch das beeinflusst, was du sagst. Das ist ein bisschen so wie man meistens wirklich bessere Laune bekommt, wenn man sich dazu zwingt, zu lächeln.

Aber natürlich ist es mit Worten allein nicht getan. Die sind nur ein Anfang. Wenn du in diesem Sport so viel wie möglich erreichen willst, dann musst du das, was deine Berater und Coaches dir an Korrekturen geben, im Prinzip so behandeln, als wäre es die Offenbarung selbst. Das bedeutet natürlich auch, dass du vertrauenswürdige Coaches brauchst. Wenn du jetzt feststellst, dass du dem, was dein Trainer sagt, eigentlich nicht wirklich Vertrauen schenkst, sondern die immer eher deinen Teil denkst, dann hast du nur zwei Möglichkeiten:

1. Ändere deine Einstellung und fang an, zu vertrauen.

oder

2. Such dir einen Coach, dem du vertrauen kannst.

In jedem Fall ist die erste Frage, die du dir stellen solltest, wenn du nicht da bist, wo du deiner Meinung nach verdient hättest zu sein: Bin ich überhaupt coachbar und wenn ja wie sehr?

Das schöne an dieser Frage ist, dass man zwar andere belügen kann, sich selbst aber nicht.

Das kleine Poof 1×1

Seit ein paar Jahren ist er ein wachsender Frisurentrend, der Poof – oder auch Tolle genannt. Aber wie bekommt man ihn am schönsten hin? Wir haben mal nach den besten Tipps und Tricks gefragt und fassen es für euch zusammen.

1. Voraussetzung

Haare nicht frisch waschen, weil sie sonst zu glatt und rutschig werden. Wenn deine Haare schnell fetten, dann hat sich das Waschen am Abend vor der Meisterschaft bewährt. Spülungen oder Kuren aller Art dabei aber unbedingt weglassen.

2. Vorbereitung

Wenn der Pferdeschwanz glatt sein soll, jetzt die Haare glätten. Am besten aber nicht vom Ansatz an sondern je nach Haarlänge hauptsächlich den Teil, der nachher auch im Zopf zu sehen sein wird (also ca. die untere Hälfte).

3. Abteilen

Teile mit einem Stielkamm den Teil deiner Haare ab, die am Ende den Poof ergeben sollen. Die Breite sollte in etwas von Auge zu Auge reichen (ein guter Anhaltspunkt ist der höchste Punkt deiner Augenbrauen). Wichtig ist, dass der Poof nicht zu schmal wird, weil er sonst unproportional aussieht.

Die restlichen Haare einfach hinten mit einem Zopfgummi vorrübergehend zusammenbinden.

4. Toupieren

Teil von deinem Poof-Haar jetzt den vordersten Streifen ab und klemm den Rest mit einer Haarklammer nach hinten. Der Streifen sollte nicht dicker als ca dein Daumen sein.

Zieh die Haare grade nach oben und zieh den Kamm immer wieder von oben nach unten durch die Haare.  Fang dabei kurz überm Haaransatz an und mach die Bewegungen immer größer, so dass du nachher von der Mitte der Haare bis nach unten gehst. So bekommt der Poof nachher einen guten Stand und fällt nicht in sich zusammen.

5. Spray away

HaarsprayHalt die Haare weiter fest und nimm dir dein Haarspray. Sprüh die vorderste Strähne nur von hinten großzügig ein aber geh nicht zu dicht ran, um gleichmäßig sprühen zu können. Die nächsten Strähnen sprühst du dann auch von vorne sein.

Jetzt lässt du die Strähne nach vorne fallen und trocknen.

 

 

 

6. Wiederholen

Wiederhol die letzten beiden Schritte solange bis du alle Haare verarbeitet hast und deine Haare aussehen wie ein verunglückter Iro.

Jetzt hast du Zeit, einen Kaffee zu trinken, während du darauf wartest, dass das Haarspray gut durchgetrocknet ist.

7. Glätten

Jetzt fängt der spannende Teil an. Nimm deine toupierten Haare und leg sie nach hinten über deinen Kopf. Das wird erst mal ziemlich haarsträubend aussehen aber keine Panik.

Jetzt nimmst du deinen Kamm und fährst vorsichtig (!) über die oberen Haare und glättest sie nach und nach, so dass sie sich schön über das toupierte Chaos legen.

 

8. Modellieren

Während du die oberen Haare nach und nach bändigst, kannst du anfangen, mit der anderen Hand deinen Poof in Form zu modellieren und so zurecht zu schieben, wie du ihn haben möchtest. Mach ihn ruhig etwas höher, denn wenn nachher der Zopf gemacht wird, zieht das den Poof meistens etwas flacher.

Wenn du soweit zufrieden bist, nimm deine Haarnadeln und steck den Poof hinten fest. Am besten hält das Ganze, wenn du mindestens zwei Nadeln überkreuzst. Aber mach so viele rein, wie du brauchst, damit sich alles stabil anfühlt. Jetzt wieder: Haarspray drauf!

9. Zopf

Jetzt ist es an der Zeit, alles zu einem Zopf zusammenzufassen. Öffne den vorläufigen Haargummi und bürste die Haare dann nach und nach immer höher in Zopf-Form. Pass dabei gut auf, dass du möglichst wenig über die Haare bürstest, die aus dem Poof hinten rauskommen. Wenn dein Zopf hoch genug ist, sicher alles mit einem Haargummi.Um ihn jetzt noch ein bisschen höher zu ziehen, kannst du den Zopf noch mal in zwei Strähnen teilen und diese vorsichtig auseinander und Richtung Stirn ziehen.

 

10. Zopf toupieren

Wenn du möchtest, dass dein Zopf hinten etwas mehr Volumen hat und nicht einfach gerade runter hängt, kannst du ihn auch noch etwas (oder etwas mehr) am Ansatz toupieren. Dazu teilst du einzelne Strähnen ab und toupierst sie genau wie den Poof, sprühst sie mit Haarspray ein und legst sie nach vorne Richtung Stirn und wartest, bis alles getrocknet ist.

Danach die Haare wieder zurücklegen und die obere Schicht vorsichtig mit dem Kamm glätten. Am Ende gut mit Haarspray fixieren.

11. Finetuning

Wenn dein Poof evt jetzt nicht mehr ganz so hoch ist, wie du es wolltest oder vielleicht auch nicht ganz gleichmäig ist, nimm den Stiel vom Kamm, pieks seitlich in den Poof und zieh die Haare vorsichtig wieder hoch.

Wenn alles so ist, wie du es willst, noch ein letztes Mal schön mit Haarspray einsprühen und du bist fertig.

Weil das alles meistens nicht gleich auf Anhieb perfekt funktioniert, üb das alles am besten ein-zweimal zu Hause. Viel Spaß macht es auch immer, einen Mädelsabend zu veranstalten und dann auch noch probezuschminken.

Bestellen in den USA – Zoll und Co.

Ihr seid in Deutschland nicht fündig geworden und wollt jetzt mal sehen, was international so angeboten wird?

Beim Bestellen aus den USA tauchen allerdings oft viele Fragen auf. Bevor wir die besten amerikanischen Shops für Cheerleader unter die Lupe nehmen, deshalb hier erst einmal die wichtigsten Infos zum Thema Zoll und Steuern:

Punkt 1 – Der Warenwert

Um herauszubekommen, ob Abgaben wie Zoll und Steuer fällig werden, müsst ihr zu allererst euren Warenwert bestimmen. Klingt einfach. Ist es auch, wenn man folgendes weiß:

Entscheidend ist, welcher Betrag tatsächlich gezahlt wurde, um die Ware zu erhalten. Wenn ihr also z.B. Versandkosten zahlen müss, zählen die auch mit zum Warenwert.

Beispiel

Artikelpreis: 21,90 Euro

Versandkosten: 5,00 Euro

Gesamtwert: 26,90 Euro

Warenwert unter 22 € – keine Abgaben

Alle Sendungen von Waren, deren Gesamtwert einen Betrag von 22 Euro nicht übersteigt sind einfuhrabgabenfrei. Das bedeutet sie unterliegen keinem Zoll und keiner Einfuhrumsatzsteuer.

Warenwert zwischen 22 € und 150 € – nur Steuer

Per Internet bestellte Waren aus den USA müssen ab einem Warenwert von 22 Euro versteuert werden (Einfuhrumsatzsteuer, in der Regel 19%).

Ihr müsst also auf euren Warenwert noch einmal 19% aufschlagen.

Warenwert über 150 € – Zollgebühren und Steuern

Ab einem Warenwert von 150 Euro werden zusätzlich zur Steuer auch Zollgebühren fällig. Hier wird es jetzt tricky, denn es kommt auf die Reihenfolge an, in der du deine Kosten addierst.

Zuerst nehmen wir unseren schon errechneten Warenwert (s.o.). Von dem wird ein bestimmter Prozentsatz genommen und als Zollgebühr fällig. Wieviel Prozent das sind, hängt vom jeweiligen Warenzollsatz ab. Es gibt für die unterschiedlichsten Waren ganz verschiedene Zollsätze, die je nach Produkt zwischen zwei und 15 Prozent schwanken und jährlich angepasst werden.

Aktuelle Zollsätze:

Bekleidung (aus Textilien): 12%

Schuhe mit Oberteil aus Leder: 8%

Schuhe mit Oberteil aus anderem Material als Leder: 16,8% bis 17%

(Quelle: Tabelle von zoll.de)

Solltet ihr euch unsicher sein, schreibt einfach eine kurze Mail an info.privat@zoll.de und erkundigt euch!

Jetzt habt ihr also euren Warenwert und eure Zollgebühren errechnet.

Wenn ihr beides zusammenzählt, habt ihr die Bemessungsgrundlage für die Steuer (Einfuhrumsatzsteuer). Also müsst ihr von dieser Summe noch einmal 19% nehmen, um eure Steuerabgaben zu erhalten.

Ihr seht also, es lohnt sich rechnerisch eigentlich erst ab einer gewissen Menge, im Ausland zu bestellen. Allerdings ist der ganz große Pluspunkt so einer Bestellung die gigantisch große Auswahl an verschiedenen Modellen, Farben und Drucken, die ihr so in Deutschland oder Europa leider (noch) nicht findet.

Im nächsten Artikel stellen wir euch die besten Onlineshops für eure Trainingsklamotten vor!

Disclaimer:

Die Angaben in diesem Artikel wurde gewissenhaft recherchiert. Trotzdem übernehmen wir keine Gewähr für die gemachten Angaben. Bitte fragt im Zweifelsfall immer kurz beim Zoll direkt nach: info.privat@zoll.de oder schaut unter www.zoll.de nach.

ICU und IASF Worlds

„Und wann kommt jetzt Team Germany? Treten die nicht gegen Top Gun an?“

– Äh nein, das sind ja ganz verschiedene Meisterschaften.

„Achso? Aber glaubst du Smoed schlägt Senior Elite dieses Jahr?“

– Uhhmmm…

Wer sich schon eine Weile mit Cheerleading auch international beschäftigt, hatte wahrscheinlich einige dieser oder ähnlicher Unterhaltungen in den letzten Tagen. Deshalb ist das hier der Versuch, einmal einen kleinen Überblick zu schaffen, wie das so aussieht mit den ICU und IASF Worlds und wieso Smoed niemals Senior Elite schlagen kann.

Fangen wir mal am Anfang an:

Es gibt die ICU (International Cheer Union). Das ist der Weltdachverband für Cheerleading (ja, es gibt da noch einen zweiten, unter dem in Deutschland z.B. die CVD Teams organisiert sind aber das lassen wir jetzt mal außen vor, um es nicht unnötig kompliziert zu machen).

Und dann gibt es die USASF (U.S. Allstar Federation). Das ist ein amerikanischer Cheerleadingverband, der sich um die Allstar Cheerleader (also z.B. nicht um College oder Highschool) kümmert.

Zur USASF gehört auch die IASF (International Allstar Federation). Das ist sozusagen die internationale Verlängerung und kümmert sich um alle nicht-US Allstar Teams.

„Allstar“ steht in diesem Zusammenhang für die sogenannten Club Team oder eben in Deutschland einfach die jeweiligen Vereine.

Einmal im Jahr trägt sowohl die ICU also auch die USASF/IASF eine Weltmeisterschaft aus.

ICU

Der große Unterschied liegt dabei darin, dass zu ICU WM die Nationalteams geschickt werden. Traditionell findet die Meisterschaft Donnerstag und Freitag vor den IASF Worlds statt und ist die Veranstaltung, bei der ihr Team Germany, Team USA usw. sehen könnt. Es kämpfen also Nationen miteinander um den Titel.

Jedes Mitgliedsland entscheidet in seiner Satzung darüber, was für ein Team es schickt. In Deutschland war das zum Beispiel früher immer der Deutsche Meister. Inzwischen ist es aber schon länger so, dass es ein Tryout für das Nationalteam gibt. Das ist aber von Land zu Land unterschiedlich.

Bei den ICU Meisterschaften gibt es nicht so viele Divisions:

– Allgirl und Coed

– Level Elite (= Level 5)  und Level Premier (= Level 6)

In diesem Jahr hat Deutschland nur im Coed Premier ein Team geschickt. In den vergangenen zwei Jahren gab es sowohl im Allgirl Premier als auch im Coed Premier ein deutsches Nationalteam.

IASF

Die IASF Worlds finden am Wochenende direkt im Anschluss an die ICU Worlds statt und ist sozusagen die WM der Vereinsteams. Das bedeutet, dass es hier kein Team Germany gibt sondern sich mehrere Teams aus Deutschland für diese Meisterschaft qualifizieren können. In Deutschland gibt es z.B. bei der ECC in Bottrop Qualis zu gewinnen. Man kann aber auch als deutsches Team beispielsweise in der Schweiz oder in England seine Qualifikation bei einer entsprechenden Meisterschaft bekommen.

Das bedeutet also, dass jedes deutsche Team, das es schafft, sich bei einer offenen Meisterschaft zu qualifizieren (die Tickets zu den IASF Worlds ausgibt), nach Orlando fliegen und dort antreten kann.

Jetzt gibt es bei den IASF Worlds sehr viel mehr Kategorien, als bei der ICU:

Die Altersklassen sind unterteilt in „Senior“ und „International Open“, wobei der Begriff „Senior“ hier täuschen kann, denn die Mitglieder der Teams, die dort starten, dürfen maximal 18 (in Ausnahmen 19) Jahre alt sein. Im International Open gibt es kein Maximalalter und das Mindestalter ist je nach Level entweder 14 oder 17.

Das ist auch der Grund, weshalb die allermeisten deutschen Teams in der Altersklasse „International Open“ antreten. Unsere Alterseinteilung ist einfach noch recht unterschiedlich zu der IASF Einteilung, wobei sich das allmählich annähert.

Die Level der IASF Worlds sind 5 und 6.

Größer Unterschied: Im Level 5 sind z.B. keine Baskets mit Rotationen um die horizontale Achse (also Backtucks und Co.) und keine Middlelayer Pyramiden erlaubt. Das geht erst ab Level 6.

Um das Ganze noch etwas vielfältiger zu machen, gibt es nicht nur Allgirl und Coed sonder hier auch noch verschiedene Einteilungen, nämlich small, medium und large (was sich zum Einen auf die Anzahl der Teilnehmer und zum Anderen ggf. auf die Anzahl der erlaubten Männer bezieht).

Allerdings nur in der Alterskategorie „Senior“.

Wer bis hierhin mitgekommen ist, hat es jetzt geschafft und sollte einen ungefähren Überblick bekommen haben. Wenn ihr aber noch Fragen habt (oder irgendwas nicht richtig oder missverständlich ausgedrückt ist) fragt gerne in den Kommentaren!

Achso zu den Fragen von oben:

Team Germany tritt bei den ICU an, während Top Gun ein US Allstar Gym ist (also im Prinzip ein Verein), das sehr viele Teams hat. Alle Topgun Teams, die sich qualifizieren, würden ausschließlich bei den IASF Worlds antreten, weil es sich eben nicht um ein Nationalteam sondern einen „Verein“ handelt.

Cheer Extreme Senior Elite tritt in der Kategorie Senior Large Allgirl an (also max 36 Mädels bis 18/19 Jahre). California Allstars Smoed tritt im Senior Small Coed an (also 20 Teilnehmer bis 18/19 Jahre, davon max. 4 Jungs).

Die beiden Teams werden sich also nie begegnen.

Weitere Fragen? 🙂

Winning with Grace and Losing with Dignity

Ein Plädoyer zur Etikette bei Siegerehrungen

Siegerehrung

Foto: allstar-cheer.de

Die Meisterschaftssaison in den USA ist rum, die deutsche ist in vollem Schwung und erwartet eins ihrer Highlights am Wochenende mit der Deutschen Meisterschaft des CCVD. Vielleicht ein guter Zeitpunkt, sich mal kurz mit dem Thema „Siegerehrung“ auseinanderzusetzen.

Siegerehrungen sind ja immer ein etwas schwieriges weil ziemlich emotionales Thema. Wenn man sich aber an ein paar einfache Regeln hält, sind Drama oder ein schlechter Eindruck eigentlich immer vermeidbar.

1. Winning with Grace

Dadurch, dass die Platzierungen in umgekehrter Reihenfolge genannt werden, freut man sich natürlich bei jeder Nennung, die nicht das eigene Team ist.

Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen „sich freuen“ und „bei jedem genannten Platz laut kreischen, weil man noch nicht genannt wurde“. Ganz besonders sichtbar wird es, wenn nur noch zwei Teams übrig geblieben sind. Mit Nennung des Zweitplatzierten wird logischerweise automatisch klar, wer gewonnen hat. In so einem Moment überschlagen sich dann natürlich die Emotionen. All das harte Training, die Verletzungen, der Schweiß und die Tränen haben sich ausgezahlt und einem wird bewusst, was man da grade geschafft hat. Trotzdem sollte gerade von Senior Teams ein gewisses Maß an Etikette erwartet werden. Schließlich setzen sie die Beispiele, an denen sich die jüngeren Team orientieren.

Was in den USA in den letzten Jahren ganz überwiegend zur Selbstverständlichkeit geworden ist, wird glücklicherweise auch in Deutschland inzwischen Standard:

1. Ein Team bleibt so lange sitzen, bis es genannt wird.

2. Den Teams, die vor einem genannt werden, applaudiert man.

Zwei Regeln, die nicht kompliziert sind, aber einen großen Einfluss darauf haben, wie man von außen wahrgenommen wird.

Natürlich erwartet niemand, dass der Sieger stocksteif und ohne eine Mine zu verziehen sitzen bleibt. Aber kurz zwei Minuten mit dem Aufspringen und sich aufeinander werfen zu warten, sollte schon möglich sein. So kann auch der Zweitplatzierte seinen Moment kurz genießen, ohne schon vom Mob der feiernden Gewinner völlig überrannt zu werden.

Und dass das sogar Teams hinbekommen, die gerade Worlds gewonnen haben, zeigen diese beiden Videos:

 

2. Losing with Dignity

Aber nicht nur der Gewinner sollte sich ein gewisses Maß an Selbstbeherrschung auferlegen, das gilt auch für die Zweit- und Drittplatzierten, bzw. eigentlich für alle Teams, die an der Meisterschaft teilgenommen haben.

Natürlich ist man möglicherweise nicht gerade überglücklich über die eigene Leistung oder die Platzierung. Aber die Siegerehrung ist nicht der Ort, um das öffentlich zu demonstrieren.

Drei Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte:

1. Nicht zur Siegerehrung zu erscheinen, weil man frustriert über die eigene Leistung ist.

Wer an einer Meisterschaft teilnimmt, geht den Deal ein, dass eventuell auch ein unliebsames Ergebnis dabei herauskommt. In dem Fall sollte man ein Mindestmaß an Respekt zeigen und wenigstens zur Siegerehrung erscheinen.

2. Nach der eigenen Nennung die Matte verlassen.

Außer es ist vom Veranstalter explizit anders gewünscht, sollte man bis zum Ende der Ehrung zu bleiben.

3. Lauthals in Tränen auszubrechen, weil man Zweiter geworden ist.

Sicherlich kann so ein Moment sehr bitter sein, gerade wenn das Ergebnis knapp ist. Und die ein oder andere Träne wird sich nicht immer vermeiden lassen. Aber es zeugt von Größe, wenn man auch im Angesicht der Niederlage noch dem Gewinner applaudiert und ein Mindestmaß an Respekt zollt. Hinter dem Vorhang ist dann immer noch genug Zeit, den eigenen Gefühlen Raum zu geben.

 

 

Stunt Saves

Was ja eigentlich oft noch beeindruckender ist, als ein toller Stunt, ist ein Stunt, der fast gedroppt wäre, den die Stuntgroup aber irgendwie trotzdem oben gehalten hat.

Wie kriegen einige das so gut hin, während andere auf dem Boden landen?

Eigentlich braucht man dazu gar nicht so viele Vorraussetzungen:

1. Einen Flyer, der sein Ding durchziehen und im entscheidenden Augenblick angespannt bleiben kann, damit die Bases ihn wieder hochkriegen können.

2. Bases, die lieber kopfüber von der Bühne springen würden, als ihren Flyer den Boden berühren zu lassen.

Zum ersten Punkt: Diese Fähigkeit ist nicht angeboren. Man muss sie erlernen! Das bedeutet aber auch, dass man sie lernen wollen muss. Es reicht nicht, zu sagen „Ach ich würde so gerne auch so sicher weiterstunten, wenns wackelt, wie XY bei Cheer Athletics.“. Man muss auch bereit sein, die Arbeit dafür reinzustecken.

Ein guter Anfang ist es, sich viele viele Videos anzuschauen und sich abzugucken, wie andere sich in diesen Situationen verhalten. Ja und dann muss man anfangen es selbst auszuprobieren. Das erfordert Mut und Vertrauen in die Bases, denn natürlich ist es einfacher und bequemer, die beim ersten Wackler einfach hinzusetzen und runterzukommen als zu riskieren meterweit über die Matte zu wandern. Aber seien wir mal ehrlich: Flyer, die sich angewöhnt haben, sich ständig hinzusetzen, machen sich dabei nicht unbedingt beliebt bei ihren Bases, erst recht nicht, wenn die sich grade einen abgekämpft haben, um ihren Flyer oben zu halten.

Wichtig als Flyer ist es statt dessen, die Körperspannnung zu halten, damit die Bases einen wieder nach oben befördern können (mit einem Flyer, der ausfreakt, Knie einknickt und versucht, sich irgendwie zu retten, geht das nämlich nicht).

Zum zweiten Punkt: Eigentlich gilt hier erstmal das selbe wie für die Flyer, einen Stunt wieder hochzubekommen oder gar nicht erst runterkommen zu lassen, ist etwas, das man lernen muss.

Das Gute und gleichzeitig Schlechte für Bases ist, dass sie nicht alleine dafür verantwortlich sind, sondern meistens zu zweit oder dritt unter einem Stunt stehen. Gut, weil man sich gegenseitig aushelfen kann und schlecht, weil man sich halbwegs einig sein muss, was man tut.

Grundvoraussetzung wäre aber auf jeden Fall, dass man sich einig ist, den Stunt zu retten. Es gibt leider Bases, die einfach auf halbem Weg aufgeben und denken, dass der Stunt eh nicht mehr zu retten ist. Damit sabotieren sie aber ihre Mit-Bases und den Flyer, die im Zweifelsfall gerade alles geben, um den Stunt oben zu halten.

Eine wichtige Technik für Bases (gerade im Allgirl) ist es auf jeden Fall, die Beine zu benutzen. Während Männer einen Flyer vielleicht noch aus Armkraft herausdrücken können, ist das im Allgirl meistens schwieriger. Ein tiefer Ausfallschritt unter den Stunt (verbunden mit maximalem Kraftaufgebot aus den Armen) kann dabei Wunder wirken.

Fazit: Stunts zu retten kostet Kraft und Mut und Vertrauen in die anderen Mitglieder der Stuntgroup. Aber ein erfolgreich verhinderter Drop ist auch ein wahnsinnig gutes Gefühl und dafür lohnt es sich auf jeden Fall zu kämpfen.

Meine Stuntposition – mein Traumjob.

Bases

– oder was Cheerleader über ihre Position wirklich denken.

„Die Position Backspot wird oft unterschätzt und Neulinge denken meistens, da hinten können sie chillen aber ein guter Back kann in vielen Situationen den kompletten Stunt retten und teilweise auch steuern! Manchmal ist es zwar auch gruselig, vor allem bei Schrauben und Rewinds, aber man gewöhnt sich dran.“

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„Ein guter Back weiß halt auch wann er jetzt mehr Kraft reinstecken muss um Bases zu unterstützen und wann er mehr den Flyer stabilisieren muss und er muss (ebenso natürlich wie Bases) im richtigen Moment entscheiden wann der Stunt verloren ist um dann den Kopf und Schulterbereich vom Flyer zu fangen im Falle eines Drops. Dreamjob!“

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„Ohne uns Bases würde der Flyer gar nicht da oben stehen oder nach oben fliegen. Alle denken es wäre leicht, jemanden hoch zu werfen oder richtig in der Liberty zu halten aber es sieht nur leicht aus. Man muss darauf achten das der Flyer gut steht nicht auf Hacke oder auf Spitze sondern auf den ganzen Fuß. Ich hab trotzdem Respekt vor allen Positionen.“

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„Base ist mein absoluter Traumjob. Ich liebe das Gefühl, mit der anderen Base perfekt im Timing zu sein und die Kraft, die man daraus entwickelt. Es ist ein Wahnsinnsgefühl, wenn schwierige oder unmöglich scheinende Stunts plötzlich einfach werden und es fühlt sich einfach toll an, nicht nur Kraft zu haben sondern auch die Technik, sie auf den Punkt einsetzen zu können. Was mich aber am allerstolzesten macht ist, wenn ein Flyer gerne mit mir stuntet, weil er mir vertraut und sich darauf verlassen kann, dass ich ihn jederzeit fange, egal ob ich mich dabei selbst verletze. Das ist das größte Kompliment.“

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„Am meisten am Flyer-Dasein liebe ich die Zusammenarbeit mit meinen Bases. Das Gefühl nicht einfach nur mein Ding durchzuziehen sondern bewusst zu fühlen, wie die Leute arbeiten und wie sie auf Bewegungen reagieren. Kurz gesagt: mir ist egal was für tolle Stunts und Figuren ich dort oben mache, am meisten Spaß macht es mir, ein Teil vom großen Puzzle zu sein und herauszufinden wie man am besten zusammen funktioniert.“

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„Flyer zu sein ist mein Traumjob. Ich liebe es einfach nur, oben zu stehen und das Aushängeschild für meine Stuntgruppe zu sein. Wenn wir etwas Neues hinkriegen bin ich so stolz auf meinen Groupstunt, dass ich einfach nur alle Leute im Publikum anstrahle, wenn ich oben stehe. Was ich auch liebe ist das Gefühl von in Baskets, das ist fast ein bisschen wie fliegen.“

Das alles sind Antworten von Cheerleadern auf die Frage: Was ist deine Lieblingsposition beim Stunten?

„Meine Trainerin lässt mich nicht Flyer sein, was kann ich tun??“

Unterhält man sich dagegen mit Außenstehenden, bekommt man meistens Dinge zu hören wie „Achso, du stehst nicht oben? Das ist doch bestimmt blöd.“ oder „Ich wette alle wollen eigentlich Flyer sein.“

Und auch unter denen, die gerade erst mit dem Sport angefangen haben, halten sich diese Klischees noch. Besonders oft hört man dann „Meine Trainerin lässt mich nicht Flyer sein, was kann ich tun??“

Die Antwort darauf ist eigentlich einfach: Arbeite an der Position für die du eingeteilt wurdest und werde gut darin. Je besser man nämlich in etwas wird, umso mehr Spaß macht es einem meistens. Man entdeckt die vielen kleinen Feinheiten, Herausforderungen und Triumpfe, die das Dasein als Base oder Backspot mit sich bringen. Und einen kleinen Einblick in das, was es so schön macht, habt ihr gerade oben gelesen.

„Aber ich möchte kein Backspot sein. Da sieht man mich ja nie!“

Der Flyer ist natürlich der sichtbarste Teil des Teams und ja, auf den allermeisten Fotos ist er im Fokus. Das muss aber nicht heißen, dass man als Base oder Backspot ein unsichtbares Dasein fristen muss. Zum Einen schauen gerade andere Cheerleader im Publikum oft auch darauf, was die gesamte Stuntgroup macht, zum Anderen ist die Stuntsequenz ja nicht der einzige Teil einer Routine. Wer hart an seinen Jumps, Tumbling und Dance arbeitet, kann auch so sein Ticket für die erste Reihe lösen.

Aber unabhängig davon, ist und bleibt Cheerleading einfach ein unglaublich teamorientierter Sport. Fehlt ein Teil, funktionieren die anderen auch nicht mehr.

Anstatt also darüber enttäuscht zu sein, dass man nicht auf Position XY eingesetzt wird, wäre das Beste, dem Trainer zu vertrauen und volle Kraft in die zugeteilte Position zu stecken.

Cheerleading ist ein Sport, mit unterschiedlichen Aufgaben für unterschiedliche Teammitglieder.  Genau das ist es, was das Tolle an diesem Sport ausmacht: Er bietet jedem die Möglichkeit, nach seinen Fähigkeiten und Voraussetzungen Höchstleistungen zu erbringen. Und je länger man schon dabei ist, umso mehr lernt man dieses Zusammenspiel zu schätzen, weil es den Sport komplex und toll macht, weil man manchmal puzzeln und sich aufeinander einschießen muss und weil man nie auf sich alleine gestellt ist, sondern immer Teil eines eng verwobenen Teams ist.

 

Wenn ein Skill plötzlich weg ist

Bis vor ein paar Wochen hatte Steffie keine Probleme im Stunten, schon gar nicht mit Full Ups. Egal ob einfacher Full Up im Groupstunt oder 1.5 Up im Twobase, sie musste nicht drüber nachdenken. Der stand einfach.

Dann auf einmal hatte sie einen schlechten Tag. Der Full Up ging irgendwie immer schräg rüber, leicht nach vorne und leicht zur Seite. Der 1.5 Up ging noch ohne Probleme.

„Jeder hat mal einen schlechten Tag“, haben alle gesagt und das abgehakt. Aber es wurde irgendwie nicht besser. Die Full Ups gingen beim nächsten mal zwar nicht mehr zur Seite, dafür aber noch mehr nach vorne. Egal welche Bases drunter waren. Ein paar Tage später ging noch nicht einmal mehr eine Lib gerade hoch. Steffie war frustriert und sauer auf sich. Schließlich wusste sie, dass sie den Stunt eigentlich im Schlaf beherrscht hatte. Aber plötzlich hatte sie kein Gefühl mehr für das, was sie währenddessen machte. Und je mehr andere zu ihr sagten „Lehn dich nicht vor, bleib hinten!“ umso frustrierter wurde sie. War ja schließlich nicht so, als würde sie es mit Absicht machen oder nicht versuchen, was zu ändern.

Das was Steffie hier passiert ist, ist nicht selten. Es gibt wohl kaum etwas frustrierenderes im Cheerleading, als zu wissen, dass man einen Skill beherrscht aber aus unerfindlichen Gründen nicht in der Lage zu sein, ihn zu ziehen. Die betroffenen Personen fühlen sich dabei oft irgendwann einsam und unverstanden.

Aber schauen wir doch einfach mal genau hin, was Steffie hier passiert ist: Sie beherrschte einen Stunt aus dem FF, musste nicht mehr nachdenken, was sie zu tun hatte, um ihn zu stehen. Im Prinzip also das, wovon jeder Sportler träumt. Das Problem ist allerdings, dass dieser Zustand störanfällig ist. Wenn ein Cheerleader, nicht 100%ig zu jeder Zeit weiß, was er im Stunt wann und wie tun muss, sondern alles automatisch macht, kann ihn so ein schlechter Tag, wie Steffie ihn hatte, völlig aus dem Konzept bringen. Oft betrifft es Flyer aber durchaus nicht nur.

Der schlechte Tag, an dem es irgendwie nicht so klappt, säht Zweifel. Auch wenn man sich sagt, dass es beim nächsten Mal sicher wieder klappt… so ganz sicher ist man sich nicht. Und wenn die betroffene Person dann zu sehr anfängt, an sich zu zweifelt, kann diese Saat manchmal sehr schnell wachsen. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass derjenige plötzlich Angst spürt, es reicht, dass im Hinterkopf eine kleine Stimme permanent zweifelt. Im Versuch, das Problem zu überwinden, versucht man dann alles mögliche, schraubt an der Technik, wo man nur kann und verunsichert sich damit häufig nur noch mehr. In manchen Fällen kann es soweit gehen, dass selbst einfachste Skills nicht mehr gelingen, weil man sich so sehr unter Druck setzt, dass gar nichts mehr geht.

Was kann ich also machen, wenn ich in diese Situation zu geraten drohe und wie können Coaches und Teammitglieder helfen?

Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil wir natürlich alle unterschiedlich ticken. Es gibt aber ein paar Maßnahmen, die oft Erleichterung bringen. Und den Druck zu nehmen, ist manchmal das Beste, was man in so einem Fall machen kann, auch wenn es Zeit kostet. Je mehr Druck sich aufgebaut hat, umso weniger vertraut die betroffene Person ihren Fähigkeiten. Vertrauen ist aber wie jeder weiß der Schlüssel zu erfolgreichem Cheerleading. Vertrauen nicht nur darauf, dass die Bases den Flyer fangen, sondern gerade auch in sich selbst. Wenn nicht jede Person in einem Groupstunt durchzieht, wird der Stunt höchstwahrscheinlich nicht oder nicht gut stehen.

Oft hilft es, ein oder zwei Schritte zurück zu gehen und für eine Weile an einfacheren oder ganz anderen Stunts zu arbeiten, wenn man bemerkt, dass eine Person einen Knoten im Kopf entwickelt. Es bringt meistens nichts, sich in einen bestimmten Skill zu verbeißen und auf Teufel komm raus zu versuchen, den Fehler zu beseitigen.

Manchmal hilft es schon komplett andere Stunts zu machen. Wenn die dann stehen, kommt das Selbstvertrauen meist schnell zurück. Und wenn man sich vorher noch nicht zu lange an dem Problem-Stunt aufgehalten hatte, steht der kurz darauf auch wieder als wäre nichts gewesen.

Wenn das nicht der Fall ist, dann hilft es meistens wirklich, leichtere Stunts und Vorübungen anzugehen. Wichtig ist dabei, da nicht auch gleich wieder Druck aufzubauen, sondern gerade als Coach so gut es geht entspannt bleibt und kein großes Aufheben darum macht. Ein Coach und eine Stuntgroup, die sich nicht verrückt machen lassen und der betroffenen Person einfach das Gefühl geben, an sie zu glauben, können viel bewirken.

Es gibt natürlich auch Menschen, die unter Druck besser funktionieren und bei denen ein Stunt nach einer strengen Ansage vom Coach plötzlich steht. Allerdings lag da das Problem, wieso der Stunt vorher nicht stand meistens ein bisschen woanders und es war eher ein grundsätzlichen Zögern und halbherziges Stunten.

Wie so oft kommt es also darauf an, die Einzelnen einschätzen zu können. Mit etwas Erfahrung wird es aber meist gut gelingen, ehrliche Bemühungen und Frustration mit sich selbst von einer halbherzigen Einstellung zu unterscheiden.

Aufgeregt? Come on!

Die Minuten bevor man endlich auf die Matte darf, sind wahrscheinlich die längsten im Leben eines Cheerleaders. Man steht hinter dem Vorhang, noch zwei oder drei Teams sind vor einem in der Schlange und das Herz klopft bis zum Hals. Gerne fragt man sich in solchen Momenten dann auch, wieso man sich das alles nur antut. Natürlich muss man auch eigentlich genau jetzt noch mal zur Toilette aber weil man nicht mehr weg darf, fängt man stattdessen an, sich zum zwanzigsten Mal die Schuhe neu zu binden.

„Kann ich das überhaupt? Ich glaub ich kann das gar nicht! Was, wenn wir droppen? Was, wenn ich plötzlich vergesse, wo ich hin muss? Was, wenn…“

Der Kopf ist wahlweise voll mit (zunehmend absurden) Fragen oder komplett leer gefegt. Die Nervosität vor einer Meisterschaft kann so weit gehen, dass selbst Cheerleader, die normalerweise im Training alles stehen, Fehler machen und Stunts droppen.

Aber was kann man dagegen machen und wie bereitet man sich am besten auf den Meisterschaftstag vor (abgesehen vom Training natürlich)?

1. Lass deine Nervosität im Vorfeld nicht die Oberhand gewinnen.

Je näher die Meisterschaft rückt, desto öfter wirst du wahrscheinlich an den großen Tag denken. Versuch dabei aber, dich nicht zu sehr in deine Aufregung hineinzusteigern, sonst baut sie sich bis zum Meisterschaftstag so auf, dass du sie dort dann nicht mehr unter Kontrolle bekommst. Wenn du merkst, dass Nervosität aufkommt, beobachte sie und akzeptier sie aber halt sie nicht fest, indem du lange darüber nachdenkst. Es kann helfen, ein oder zwei innere Standardsätze dafür parat zu haben, die du dir dann selbst sagst, zum Beispiel: „Heute muss ich mich noch nicht um den Tag der Meisterschaft kümmern.“ oder „Ich bin gut vorbereitet. Um alles Weitere mache ich mich am Tag X Gedanken.“

2. Sei gut vorbereitet.

Sorg dafür, dass du am Meisterschaftstag mit genügend Zeitpuffer am Treffpunkt ankommst, um nicht noch zusätzlichen Stress zu schaffen. Iss etwas, auch wenn du vielleicht keinen Hunger sondern eher einen Knoten im Magen hast. Und nimm dir genug Essen und Trinken für den Tag mit (achte darauf, dass es halbwegs gesund ist und nicht zu schwer im Magen liegt). Wenn du schon weißt, dass dir die Aufregung eher den Appetit nimmt, dann sind Müsliriegel, Joghurtdrinks oder auch Energy-Gels und Co. nicht die schlechteste Wahl. Versuch etwas zu finden, was möglichst klein aber trotzdem nahrhaft ist, damit du den Tag über genug Energie hast.

Eine Packliste kann außerdem sehr dabei helfen, nicht permanent das Gefühl zu haben, etwas zu vergessen. Schreib sie in Ruhe einige Tage vor der Meisterschaft und geh sie am Abend vorher noch einmal durch und hake alles ab.

3. Akzeptiere die Aufregung.

Was jetzt vielleicht ein bisschen nach Küchentisch-Psychologie klingt, funktioniert tatsächlich ziemlich gut. Aufregung und Lampenfieber sind vollkommen normal. Du musst nicht versuchen, das Gefühl „wegzubekommen“. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würde dir das ohnehin nicht gelingen und das wiederum würde dich nur noch nervöser machen.

Akzeptiere, dass du nervös bist aber konzentriere dich nicht zu sehr auf das Gefühl. Meistens hilft es, wenn man sich bewusst macht, dass das Adrenalin dafür sorgt, dass du dich so fühlst. Nervosität ist nicht das selbe wie Angst! Nervosität kommt auf, wenn dein Körper sich auf die bevorstehende Aufgabe vorbereitet.

4. Kanalisiere das Adrenalin.

Anstatt krampfhaft zu versuchen, nicht aufgeregt zu sein, ist es viel sinnvoller, die Energie umzuleiten. Siehst du das Adrenalin als Hilfe deines Körper an, die maximale Leistung rauszuholen, fühlt sich das alles gleich schon nicht mehr ganz so beängstigend an. Lampenfieber ist also eigentlich dein Freund, nicht dein Feind.

5. Tief durchatmen

Wenn du das Gefühl hast, du wirst zu zittrig und das Adrenalin nimmt Überhand, konzentriere dich auf deinen Atem. Tief einatmen, kurz die Luft halten und dann langsam ausatmen. Mach das ein paar mal hintereinander und stell dir vor, wie bei jedem Ausatmen, ein Stück deiner überschüssigen Nervosität verfliegt.

6. Visualieren

Vielen hilft es, vor dem Auftritt noch einmal mit geschlossenen Augen die ganze Routine durchzugehen. Stell dir dabei jeden einzelnen Teil vor und zwar wie du ihn mit absoluter Perfektion ausführst. Je öfter du deine Traum-Routine durchgehst, umso mehr verankert sie sich in deinem Unterbewusstsein und gibt dir Ruhe.

7. Du bist nicht alleine!

Manchmal überwältigt einen die Angst vor der Verantwortung, die man für das Team trägt. Dann stehst du möglicherweise da und denkst „was, wenn ich einen Fehler mache und der Stunt droppt und wir verlieren deswegen?!“.  Wenn solche Gedanken kommen, stell dir ein großes rotes Stoppschild vor. Und direkt danach sagst du dir Folgendes:

„Ich bin nicht allein für den Stunt verantwortlich. Wir sind zu zweit/dritt/viert/fünft!“

„Wenn einer von uns einen Fehler macht, können die anderen das ausgleichen.“

„Ich vertraue meiner Stuntgroup, dass jeder seinen Job so gut wie möglich macht. Wir kriegen das hin.“

„Ich vertraue mir. Ich habe den Stunt x mal gemacht und mein Körper weiß, was er zu tun hat.“

8. Lächeln!

Und zwar nicht erst auf der Matte, wenn die Musik angeht. Auch wenn es sich noch so falsch und bescheuert anfühlt, ein leichtes Lächeln (egal wie erzwungen), beeinflusst tatsächlich deine Stimmung. Gut möglich, dass dir schon allein dieses kleine Detail dabei hilft, wieder in positive Gedanken zurückzufinden.

Und jetzt viel Spaß bei der nächsten Meisterschaft! Genieß die Zeit, irgendwann wirst du auf all diese Erfahrungen zurückblicken und stolz auf dich sein.

[Rant] Practice Wear Albträume

practice wear y u no– oder wie ich auf der Suche nach Trainingssachen fast verrückt wurde

Ich bin diejenige, die sich bei uns im Team um Design, Auswahl und Organisation der Uniformen und Trainingsklamotten kümmert. Wenn ihr bei euch im Team ähnliche Aufgaben habt, wisst ihr wahrscheinlich auch, wie schwierig es sein kann, etwas Schönes, Modernes zu einem vernünftigen Preis zu finden.

Mir war auch klar, dass es nicht so ganz trivial sein würde, etwas Passendes für uns zu finden aber dass es so irre werden würde, hätte ich auch nicht gedacht.

Es fing damit an, dass wir vor ein paar Jahren auf Sublimationsdruck umsteigen wollten. Das ist ein Druckverfahren, bei dem die Tinte direkt in den Stoff eingebracht wird, was den Druck sehr langlebig macht und einem außerdem eine Menge Freiheiten beim Design gibt (manchmal sind diese Freiheiten aber auch ein Risiko, wenn man sich die wirren Allover Prints einiger amerikanischer Teams anschaut aber zu dem Thema vielleicht ein ander mal mehr). Jedenfalls dachten wir uns: Toll! Farbverläufe, Drucke die bis an den Rand gehen und das ganze Kleidungsstück nutzen,… fantastisch!

Das erste Set bestehend aus Bra, Shorts, Shirts und Tanktops bestellten wir in den USA. Die Preise waren günstig. Das spiegelte sich dann leider auch im Service und vor allem in der Qualität wider. Die Größen waren völlig wirr, die Hälfte der Sachen passte nicht und Zoll- & Steuerabwicklung waren auch eine nicht zu unterschätzende Arbeit.

Zwei Jahre später bestellten wir (diesmal nur Bras und Shorts) über Deutschland bei einer englischen Firma. Die Betreuung durch unseren deutschen Berater war sensationell. Alles lief super. Es gab Größenmuster und keinerlei Problem. Der Druck war fantastisch. Was nicht stimmte, war der Schnitt. Die Träger der Bras warfen Falten, die Hosen waren vorne zu lange bzw. hinten zu kurz. Alles in allem aber konnte man das trotzdem in Kauf nehmen. Es sah gut aus von außen. Nur war es nicht sonderlich bequem, so dass die Sachen praktisch nur zu offiziellen Auftritten getragen wurden. Bei Preisen vom um die 35€ aufwärts pro Teil, finde ich das suboptimal.

Nun sollte es wieder eine Nachbestellung geben. So entschieden im Sommer. Seitdem bin ich nicht fündig geworden.

Egal bei welchem Anbieter ich anfrage und mir Muster schicken lasse: Entweder der Druck stimmt nicht oder der Schnitt ist off. Einmal stimmte beides. Und dann erfuhr ich, dass der Stückpreis bei um die 60€ lag. Ich hoffe noch inständig, dass es hier Mengenrabat gibt. Wenn ja, werde ich in einer Fortsetzung berichten und laut jubeln. 😉

Und hier beginnt mein eigentlicher Rant:

Es gibt doch nun wirklich bewährte Schnitte, die millionenfach gekauft und geliebt werden, z.B. Nike Pro Shorts oder Bras, meinetwegen auch H&M Sachen. Wieso lehnt man den eigenen Schnitt nicht einfach daran an? Das würde dabei helfen die Kapitalfehler bei der Schnittführung zu vermeiden:

1. Bra ist zu lang

Viele Bras scheinen schnitttechnisch nur gekürzte Tanktops zu sein. Das führt dazu, dass sie eine seltsame Zwischenlänge haben und irgendwo zwischen Brust und Bauchnabel enden. Das wiederum bewirkt, dass die Mädels anfangen, den Bund einzuschlagen. Der Bund ist allerdings auch bedruckt und gehört zu Design! Ich möchte nicht, dass der eingeschlagen wird.

2. Bra hat zu enge Ausschnitte für die Arme

Dieses Problem scheint auch daraus zu resultieren, dass einfach Tanktop-Schnitte umgeändert werden. Es ist sehr unangenehm, wenn die Schulterblätter zu Hälfte oder mehr mit Stoff bedeckt sind und der Bra außerdem unter den Armen zu hoch geschnitten ist.

3. Shorts (und Röcke)

Wenn ihr eure Jeans flach vor euch auf den Boden legt, sehr ihr, dass die hintere Seite höher reicht und die vordere in einem Bogen tiefer geschnitten ist. Das ist der korrekte Schnitt für eine Hose (egal welche Länge die Beine haben).

Und es gibt einen sehr guten Grund dafür: Wir haben nämlich hinten mehr Volumen zu bedecken als vorne. Deshalb muss da auch mehr Stoff hin. Ansonsten wird die Hose vorne immer zu lang wirken oder hinten nach ein bisschen Bewegung den Po entblößen.

Es ist eigentlich nicht so schwer, diese und ein paar andere Punkte (wie z.B. dass es sinnvoll ist, Bras mit doppellagigem Stoff herzustellen) zu berücksichtigen. Es genügt, sich ein paar Gedanken um die Menschen zu machen, die die Kleidungsstücke nachher tragen, und das, was sie in diesen Sachen machen wollen (z.B. Sport).

Ich würde mir wünschen, dass wir wegkommen würden von den unzähligen verrückten Designoptionen und es stattdessen mehr funktionale Sport(!)bekleidung geben würde. Natürlich wollen wir auch noch hübsch aussehen. Aber das eine schließt das andere nicht aus.

Ich bin gespannt, in was für Trainingssachen ich mein Team am Ende bringen kann. Bis dahin bleibt es erstmal beim guten alten T-Shirt. 😉

Wer Tipps und eigene Erfahrungen hat, bitte sehr gerne in den Kommentaren berichten! Vielleicht ist der entscheidende Hinweis dabei, der meinen Albtraum beendet. 🙂

 

Coed Nationalteam FAQ

Tryout Coed Nationalteam 2013

Wir haben euch gefragt, was ihr schon immer wissen wolltet über das Nationalteam und haben eure Fragen zwei Experten gestellt:

Patty Weidener und Tino Wollmann sind beides Cheerleader, die über große und äußerst erfolgreiche Erfahrungen verfügen. Patty ist Coach der CLL Rangers und war im vergangenen Jahr zusätlich Coach des Coed Nationalteams. Tino coacht das Coed Team „DMC“ vom Lunatics Cheerleader e.V..

Beide sind außerdem langjährige Mitglieder des Coed Nationalteams gewesen.

Kann ich mich auch alleine fürs Coed Team bewerben oder muss ich einen Stuntpartner mitbringen?

Auch individuelle Talente haben eine gute Chance im Nationalteam aufgenommen zu werden. Dafür sollte man seine Skills sicher beherrschen und  in der Lage sein, schnell mit neuen Leuten zusammen zu arbeiten.

 

Was, wenn ich nicht alle Anforderungen erfülle? Ist es realistisch möglich, es trotzdem ins Team zu schaffen oder ist die Konkurrenz zu groß?

Die Anforderungen waren in den letzten Jahren meistens nur Orientierungspunkte für gewünschte Skills. Wer also einzelne Skills nicht beherrscht kann sich trotzdem bewerben und hat noch eine gute Chance.

 

Wie läuft das Tryout so ungefähr ab? Muss man einzeln vorstunten?

In den letzten Jahren gab es anfangs ein gemeinsames Training zum einstunten und für einzelne Stunter oder Flyer, um sich beim Stunten auszuprobieren. Danach gab es dann aber auch ein Vorstunten und Tumbeln, damit die Coaches sich ein genaueres Bild machen konnten.

 

Kann ich mich auch als weibliche Base fürs Coed Team bewerben oder basen dort nur Männer?

Im Coed Nationalteam basen prinzipiell nur Männer. Als gute weibliche Base ist man im Allgirl Team besser aufgehoben.

 

Ich habe Angst, dass alle sich schon kennen. Es ist doch bestimmt schwer, als Neuling dazuzukommen, oder?

Ungefähr die Hälfte des Teams wechselt jedes Jahr, sodass man als Neuer nie alleine dasteht. Aber auch die erfahrenen Mitglieder nehmen „Neulinge“ sehr gut auf und geben ihre Erfahrung gerne weiter.

 

Gibt es Vorschriften oder Empfehlungen, was man zum Tryout anziehen soll (bestimmte Farben oder einheitlich?)?

Ein T-Shirt, vielleicht sogar vom eigenen Team. Aber mehr kommt es dann doch auf die Leistung an.

 

Was für Kosten kommen ungefähr auf mich zu?

Mit der eigentlichen Reise nach Orlando und den Trainingseinheiten sind es ca. 1500 €. Jeder kann aber natürlich auch in seiner Region selbst auf die Suche nach Unterstützung gehen.

Nervige Montage und Training

– ein persönlicher Artikel

Es gibt diese Tage. Tage an denen nicht viel gut läuft. Meistens sind das auch noch Montage und man hat schlecht geschlafen, ist zu spät aufgestanden und musste sich hetzen, um nicht zu spät zur Schule oder Arbeit zu kommen. Typischerweise fallen einem an solchen Tagen auch ständig Dinge runter, oder geht das nur mir so?

Die Arbeit ist dann meistens auch anstrengend, die Kollegen gehen einem auf die Nerven und auf dem Rückweg ist Stau oder die Bahn fällt aus. Völlig abgehetzt kommt man dann irgendwann endlich beim Training an und rechnet eigentlich schon damit, dass es beim Training stressig wird und man wegen irgend einer Kleinigkeit Frust schieben wird. Der Gedanke, lieber umzudrehen und sich auf dem Sofa einzuigeln, ist plötzlich sehr sehr verlockend.

So aufgeladen steige ich an diesen Tagen aus dem Auto, sammel alles (meistens viel zu viel) Zeug, das ich mitschleppe, aus dem Kofferraum und mach mich auf in die Halle.

Das Erstaunliche ist: Sobald ich die Halle betrete, noch bevor ich einen Fuß auf die Matte gesetzt habe, fängt die schlechte Laune an, sich zu verflüchtigen. Spätestens wenn die Musik fürs Warm Up läuft, übernimmt eine Art Autopilot meine Stimmung. Es ist ein bisschen so, als könnte der Kopf endlich mal eine Atempause bekommen, während der Körper zum ersten mal an dem Tag gefordert wird und das machen kann, was ihm Spaß macht.

Warum ich das erzähle? Wahrscheinlich, weil ich mir vorstellen kann, dass es euch so ähnlich geht. Und auch um denjenigen, die an solchen Tagen lieber mit einer Ausrede zu Hause bleiben, in den Hintern zu treten und euch davon zu überzeugen, dass es – egal wie stressig der Tag war – eigentlich immer die richtige Entscheidung ist, noch ins Training zu gehen. Mal ganz abgesehen davon natürlich, dass euer Team auf euch zählt!

Ich betrachte die Tür zur Halle inzwischen einfach als Schleuse, bei der der ganze Frust und Stress des Tages draußen bleiben muss. Ich kann ihn ja auf dem Rückweg später immer noch wieder abholen aber während des Trainings ist er draußen. Und wenn sich doch mal ein bisschen was mit in die Halle reinschummelt, dann reicht es meistens schon, sich kurz bei ein/zwei Leuten auszujammern, um wirklich endgültig bessere Laune zu bekommen.

Witzigerweise ist nach dem Training meistens draußen nicht mehr viel übrig von dem Kram, den ich „abgegeben“ hatte. Auch ein Vorteil.